Politik

Steuersenkung bei Speisen und Getränken

12.06.2020 • 10:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nur noch fünf Prozent auf Speisen und Getränke
Nur noch fünf Prozent auf Speisen und Getränke APA/HANS KLAUS TECHT

Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke sinkt von 20 auf fünf Prozent.

Die Bundesregierung greift der krisengeschüttelten Gastronomie und der Kulturbranche unter die Arme. Ab 1. Juli wird die Mehrwertsteuer für Speisen und Getränke von 20 Prozent auf fünf Prozent gesenkt. Der Schritt gilt auch für die gesamte Kulturbranche: Kinos, Museen, Theater-, Kleinkunst-, Musik- und andere Veranstalter müssen ab Juli nur noch fünf Prozent an den Staat abliefern. Die Senkung gilt auch für Buchverlage und den gesamten Publikationsbereich. Die umfangreiche Senkung ist bis Jahresende befristetet, so Finanzminister Gernot Blümel, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Ob die Senkung an die Kunden weitergegeben wird, ist allerdings offen.

700 Millionen Entlastung für Gastronomie

Tourismusministerin Köstinger bezeichnet die Umsatzsteuersenkung als „nächsten wichtiger Entlastungsschritt“. Damit könne alleine die Gastronomie mit 700 Millionen Euro entlastet werden. „Von der Buschenschank bis hin zur Hauben-Gastronomie wird diese Steuersenkung für Entlastung Sorgen.“ Der Tourismus, allen voran die Gastronomie, die Freizeitwirtschaft und die Beherbergungsbetriebe seien ganz besonders von der Coronakrise betroffen.

Auch Künstler profitieren von Senkung

Staatssekretärin Mayer präzisierte, dass von der Senkung etwa Museen, Kinos, Buchhandlungen und Buchverlage, aber auch Künstler, die ihre Kunstwerke verkaufen, davon erfasst sind.

Steuerstundung wird bis 2021 verlängert

Finanzminister Blümel ergänzte in der Pressekonferenz, dass die Regierung bereits 23 Milliarden Euro an Hilfen und Unterstützung locker gemacht habe, davon 6,2 Milliarden an Steuerstundungen, fünf Milliarden an Krediten. Die im Oktober auslaufenden Steuerstunden werden bis Jänner 2021 verlängert.