Politik

Lust auf Bildung steigern

27.04.2021 • 21:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Landeshauptmann Markus Wallner beim Presse Foyer                                                                                    Serra
Landeshauptmann Markus Wallner beim Presse Foyer Serra

Für einen offenen Projektcall nimmt das Land 100.000 Euro in die Hand.

Die Pandemie überlagert derzeit fast alles. Bereits vor Ausbruch der Pandemie wurde das Projekt „Marke Vorarlberg“ ins Leben gerufen. Es geht dabei um wesentliche Zukunftsfragen, die Ausrichtung des Landes und Chancen für die Kinder. Denn die Kinder von heute sind die Bürger von morgen und somit auch die Steuerzahler und die Wähler von morgen. „Im Fokus stehen die Zukunftschancen der jungen Generation, damit hat der Markenprozess zusätzlich an Aktualität und Bedeutung gewonnen. Denn klar ist, unsere Jugendlichen dürfen nicht zu den Verlierern der Krise werden“, so Landeshauptmann Markus Wallner.

Lebensraum

Generell soll das Land bis 2035 der chancenreichste Lebensraum für Kinder werden. Die Pandemie hat diesen Prozess gebremst. Nicht nur das. Kinder und Jugendliche trafen die Maßnahmen des letzten Jahres besonders hart. Ein Grund mehr, hier nun aktiv zu werden, wie der Landeshauptmann betont. Neben einem offenen Projektcall, der mit 100.000 Euro dotiert ist, unterstützte man bereits im vergangenen Jahr das Projekt „School Kids online“ und diverse Ferien- und Sommercamps. Heuer wird unter anderem auch wieder gemeinsam mit dem poolbar-Fes­tival und „Wann & Wo“ der Musikpreis „Sound@V“ durchgeführt. 2020 wurde dieser Preis erstmals verliehen. Ein anderes wesentliches Projekt ist der Ausbau und die Weiterentwicklung des Campus V. Auch da geht es laut Wallner zügig voran.

Barbara Schöbi-Fink, Landesstatthalterin                                                                                                                Serra
Barbara Schöbi-Fink, Landesstatthalterin Serra

Digitalisierungsschub

„Rund um die Schule ist im letzten Jahr ein unglaublicher Schub an digitaler Innovation entstanden. Corona war da sicher auch ein Hauptmotor dafür“, betont Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink. Die Pandemie habe zwar in vielen Bereichen auch gebremst. Aber eben nicht nur. Und dieser Prozess ist laut Schöbi-Fink noch lange nicht abgeschlossen. Man werde da genau ein Auge darauf werfen. Es geht da einerseits um das Know-how bei Schülern und Lehrern, aber auch um die nötige Infrastruktur und Endgeräte. „Wir möchten im Herbst einen guten Start hinlegen. Deshalb werden die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen mit digitalen Endgeräten ausgestattet“, ergänzt die Landesstatthalterin. Auch die MINT-Strategie läuft unter der Marke Vorarlberg. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche Fächer und Berufe zu begeistern.

Hohes Niveau

„Gerade in Zeiten einer Pandemie wird ersichtlich, was ein Land wie Vorarlberg zu bieten hat. Ich denke da vor allem an den Kinder- und Jugendbereich. Und trotzdem haben wir noch ein paar Aufgaben. Denn wir wollen noch besser werden“, so Jimmy Heinzl, Wis­to-Geschäftsführer. Dabei lege man viel Wert auf Chancengerechtigkeit und Chancengleichheit, was die Bildung betrifft. „Durch diverse Lockdowns und geänderte Rahmenbedingungen konnten wir nicht alle Projekte umsetzen“, ergänzt Heinzl. Aber man habe schnell reagiert und alternative Projekte initiiert und umgesetzt.

100.000 Euro

„Wir suchen gezielt neue und innovative Projekte, die als Zielgruppe Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren haben. Wir wollen da ganz bewusst Starthilfe bieten und Impulse setzen“, so Projektleiter Christian Lampert (Wisto). Gesamt stehen für dieses Projekt 100.000 Euro zur Verfügung. Generell gehe es darum, Kinder und Jugendliche mehr für Bildung zu begeistern.
Mitmachen können Vereine, Gemeinden, NGOs oder generell Initiativen der Zivilgesellschaft, aber auch Unternehmen. „Der Zeitraum der Einreichung ist recht eng gefasst. Vom 1. Mai bis zum 31. Mai können Projekte eingereicht werden“, erläutert Lampert. Der knappe Zeitraum ist der Tatsache geschuldet, dass man schnell und zeitnah mit den Projekten in die Umsetzung kommen wolle. Im Juni wird die konkrete Entscheidung fallen, welche Projekte gefördert werden.

Details zur Einreichung findet man unter: www.vorarlberg-chancenreich.at