Politik

Grüne verjüngen sich mit Doppelspitze

18.06.2021 • 19:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kirstin Tödtling
Kirstin Tödtling

Daniel Zadra und Eva Hammerer kandidieren als Landessprecher der Vorarlberger Grünen.

Eva Hammerer und Daniel Zadra kandidieren am 26. Juni bei der Landesversammlung der Grünen Vorarlberg gemeinsam für die Funktion als Landessprecher, das gab die Landespartei in einer Aussendung bekannt.

Bekenntnis zur Doppelspitze

Eine Doppelspitze sollte nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Wir sprechen oft über Gleichberechtigung, über die Verteilung von Arbeit und das Aufteilen von Verantwortung. Während sich die Gesellschaft rasant verändert, bildet sich das in Führungspositionen – vor allem in der Politik – bis dato sehr wenig ab“, so das Kandidatenduo, dessen Wahl als sicher gilt.

Die Grünen hatten im Nationalratswahlkampf 2017 mit einer Doppelspitze den Einzug ins Parlament verfehlt. Zadra und Hammerer glauben dennoch an das Konzept: „Eine Doppelspitze hat viele Vorteile: Im Dialog, im Ringen um Antworten und Lösungen erzielen wir die tragfähigeren und besseren Ergebnisse.“ Diese Lösungskompetenz helfe, egal, ob es darum gehe, wie man die Wirtschaft nachhaltig und emissionsfrei gestalten könne oder wie Wohnen in Vorarl­berg leistbar gestaltet werde. Diese Zusammenarbeit wolle man nicht nur an der Spitze und innerhalb der Partei, sondern auch nach außen hin leben.

Priorität Klimaschutz

Die dringlichste Aufgabe bleibe der Klimaschutz, heißt es von den Grünen. „Die Klimaveränderung ist bereits in vollem Gange. Wir hinken hinterher. Wir müssen noch breiter werden und noch schneller die nötigen Maßnahmen setzen, statt unsere Energie mit dem Festhalten an fossilen Lösungen zu verschwenden“, erklärt Hammerer. „Wir haben schon viele Verbündete“, fügt Zadra hinzu. Vor allem innovative Unternehmer, „die schon längst verstanden haben, dass Klimaneutralität für sie ein Standort- und Wettbewerbsvorteil ist, und all die jungen Menschen, die sehen, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht“ zählten dazu. Man wolle alle in Vorarlberg ermutigen, mit dem neuen Duo eine lebenswerte, sichere Zukunft zu gestalten.

Die kommunale Ebene sei im Kampf gegen die Klimakrise und für soziale Gerechtigkeit von enormer Bedeutung. Die Gemeinden seien am nächsten an den Bürgern und erste Anlaufstelle bei Fragen und Ängsten. „Sie sind für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen verantwortlich und gestalten selbst Umweltpolitik vor Ort. Zudem sind sie Zentren des sozialen Zusammenhalts“, unterstreichen Hammerer und Zadra. Außerdem treten beide für eine Aktualisierung des Grundsatzprogramms der Grünen ein. „Wir müssen uns nicht neu erfinden, aber bringen wir unsere Leitlinien in die Gegenwart“, so Hammerer und Zadra unisono.