Politik

Wallner: „Der Ausweg heißt Impfung.“

07.09.2021 • 19:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wallner stimmt den Vorschlägen des Bundeskanzlers weitgehend zu.<span class="copyright">Hartinger</span>
Wallner stimmt den Vorschlägen des Bundeskanzlers weitgehend zu.Hartinger

Einen Lockdown gelte es zu vermeiden. Maßnahmen sollen Ungeimpfte treffen.

Landeshauptmann Markus Wallner betonte nach der Regierungssitzung am Dienstag erneut die Bedeutung der Impfung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Es gebe Experten, die bereits jetzt einen erneuten Lockdown forderten. Das halte er aber nicht für die Lösung, so Wallner: „Ich glaube nicht, dass der Ausweg ,vierter Lockdown‘ heißt. Der Ausweg heißt Impfung.“
Sollte es zu weiteren Maßnahmen kommen, müssten diese in erster Linie die Nichtgeimpften treffen. Er sei weitgehend der Meinung des Bundeskanzlers, der am Montag seine Vorstellungen für das weitere Vorgehen präsentiert hatte. Während sich die sozialdemokratischen Landeshauptleute am Dienstag über den Vorstoß von Bundeskanzler Sebastian Kurz im ORF-Sommergespräch beschwerten, lobte Wallner die gute bundesweite Abstimmung.

Ende der Gratistests

Deutlich kritischer zeigte sich der Landeshauptmann gegenüber den Vorschlägen, die der Vorarlberger ÖVP-Wirtschaftsbund ebenfalls am Montag präsentiert hatte. Er halte zwar die PCR-Tests für ein Gebot der Stunde, weil sie aussagekräftiger und fälschungssicherer seien als die Antigentests, allerdings glaube er nicht, dass diese auf lange Sicht weiterhin gratis sein werden. Man diskutiere derzeit eine Orientierung der Kosten an der Rezeptgebühr. Auch ein Ende der kostenlosen PCR-Tests in den Apotheken stehe im Raum. Den „Gratistest um die Ecke“, werde es jedenfalls auf Dauer nicht geben.
Auch was die vom Wirtschaftsbund vorgeschlagenen kostenlosen Antikörpertests betrifft, blieb Wallner skeptisch. Es werde sicher kein weiteres viertes Kriterium neben der derzeit gültigen 3G-Regel eingeführt. Auch sei die Zahl der Antikörper im Blut laut Experten nicht immer aussagekräftig, da sie sich relativ rasch verändern könne.

Man werde jedenfalls bei den Ungeimpften hinschauen müssen, wenn die Pandemieentwicklung weitere Maßnahmen notwendig mache. Wichtig sei, nicht mehr die Inzidenz als Parameter für Einschränkungen heranzuziehen. Einen Lockdown gelte es zu „vermeiden, solange es nur irgendwie geht“.eht“.

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