Politik

Der Bund verteilt Geld, aber nicht an Vorarlberg

05.11.2021 • 12:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Bund zeigt sich zu hohen Anlässen großzügig. <span class="copyright">APA</span>
Der Bund zeigt sich zu hohen Anlässen großzügig. APA

Zu Landesjubiläen erhalten die Länder regelmäßig Geldgeschenke des Bundes, Vorarlberg ging leer aus.

Der Budgetausschuss des Nationalrates beschäftigte sich am Freitag erneut mit dem Streit um die traditionellen Geldgeschenke des Bundes an die Länder.
Vor allem das Burgenland und Kärnten erhalten regelmäßig Zuwendungen für Jubiläen. Das östlichste Bundesland wurde etwa „aus Anlass der 85-jährigen Zugehörigkeit zur Republik Österreich“ im Jahr 2006 ein Zuschuss von zwei Millionen Euro gewährt, der für Jugendbeschäftigungsprojekte und kulturelle Angelegenheiten verwendet wurde.

Auch Kärnten erhielt zum 90. und 85. Jahrestag der Volksabstimmung „bei der sich die im Abstimmungsgebiet ansässige Wohnbevölkerung für die Zugehörigkeit zur Republik Österreich entschieden hat“ in den Jahren 2005 und 2011 je zwei Millionen Euro. Zum 80. Jubiläum hatte Landeshauptmann Jörg Haider von der schwarz-blauen Koalition noch 55 Millionen Schilling (etwa vier Millionen Euro) erhalten.

Nun dürfte Niederösterreich für die 100-jährige Trennung von Wien sogar neun Millionen Euro bekommen – Wien hingegen soll nach dem Willen der türkis-grünen Koalition leer ausgehen. Auch das Burgenland wünscht sich für seine 100-jährige Zugehörigkeit zu Österreich Geld vom Bund. Zuletzt erhielt auch Salzburg für die 200-jährige Zugehörigkeit Geld. Tirol bekam 2009 sogar vier Millionen Euro für den Aufstand gegen die napoleonische und bayerische Besatzung 200 Jahre zuvor. Als Vorarlberg im Jahr 2018 hingegen sein 100-jähriges Jubiläum als selbstständiges Land feierte, gab es vom Bund keine solchen Zuwendung.

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