Politik

Nehammer muss in Israel in Quarantäne

08.11.2021 • 19:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nehammer
Nehammer (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Innenminister trifft alternierenden Ministerpräsidenten.

Die explodierenden österreichischen Infektionszahlen in Kombination mit der israelischen Impfstrategie, wonach eine Grundimmunisierung nur nach drei (!) Stichen gegeben ist, stellt den Zeitplan für den zweitägigen Arbeitsbesuch von Innenminister Karl Nehammer in Israel auf den Kopf. Einen Tag früher als geplant, bereits am Dienstag, brechen der Minister und seine Delegation in den Nahen Osten auf. Nach der Ankunft müssen sich alle am internationalen Flughafen Ben-Gurion einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Ergebnisses müssen alle, auch Nehammer, in Quarantäne, dürfen also im Hotel das Zimmer nicht verlassen. Dem Vernehmen nach kann dies bis zu zehn Stunden dauern. Nehammer und die Delegation sind doppelt geimpft.

Erst am Mittwoch startet dann der Arbeitsbesuch. Nehammer trifft unter anderem den alternierenden Ministerpräsidenten, Außenminister Jair Lapid, dessen Vorfahren in Mauthausen ermordet worden sind, Innenministerin Ayelet Shaked und auch den Minister für die Öffentliche Sicherheit Omer Bar-Lev. Auf dem Programm steht neben dem traditionellen Besuch in Yad Vashem und an der Klagemauer auch eine Visite der israelischen Cyber-Einheit. Auch erhalten einige Holocaust-Nachfahren die österreichische Staatsbürgerschaft

Israel als Impfvorbild für Österreich?

Unweigerlich wird auch die israelische Impfpolitik die Gespräche prägen. Als eines der ersten Länder hat Israel auf den dritten Stich gesetzt – mit Erfolg: Durch die Booster-Impfung konnte das Wiederaufflammen der Pandemie mit atemberaubenden Infektionszahlen, die den österreichischen gleichen, eingedämmt werden.

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