Politik

Forscher: Lockdown für Ungeimpfte nicht genug

14.11.2021 • 20:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch Virologe Florian Krammer, österreichisches Aushängeschild in New York, schloss sich dem Appell an
Auch Virologe Florian Krammer, österreichisches Aushängeschild in New York, schloss sich dem Appell an © Claudia Paul – www.claudiapau

Sie nennen konkrete Maßnahmen, die dringend geboten seien.

Rund 13.000 Neuinfektionen gibt es derzeit pro Tag. Die aktuelle Welle ist von den Wissenschaftlern erwartet worden, doch die Politik reagierte nicht in ausreichendem Maße. Gleichzeitig reagierten sich einzelne Politiker an den Forschern ab und unterstellten ihnen, die Menschen einfach nur “einsperren” zu wollen.

Nun gingen die Experten in die Offensive. Es ist eine breite Front von Experten und Wissenschaftlern, die sich mit einem Appell an die Politik zusammengetan haben: Vom Virologen Andreas Bergthaler, oft an der Seite der Regierung im Fernsehen zu sehen, über Komplexitätsforscher Peter Klimek, Bundesrettungskommandant Gerry Foitik vom Roten Kreuz, Virologin Dorothee von Laer von der Uni Innsbruck, den Sozialwissenschaftlerin Sylvia Kritzinger und Politikwissenschaftlerin Barbara Prainsack vom Corona Panel der Uni Wien bis hin zum Simulationsforscher Niki Popper, dem Impfstoffexperten Florian Krammer von der Mount Sinai in New York, dem Mikrobiologen Michael Wagner von der Uni Wien, dem Infektiologen Christoph Wenisch von der Klinik Favoriten und vielen mehr: Sie alle sagen: Der Lockdown für Ungeimpfte ist nicht genug.

“Lockdown für Ungeimpfte reicht nicht”

Die Botschaft: Es ist fünf nach zwölf, um das Risiko der Überlastung der Intensivstationen noch reduzieren zu können, seien wesentlich schärfere Maßnahmen nötig als der Lockdown für Ungeimpfte. Am Sonntag berät die Bundesregierung mit den Landeshauptleuten. Das ist die Liste der Maßnahmen, die die Phalanx der Experten fordert:

Mittelfristig führe nur die möglichst umfassende Impfung aller Menschen, inklusive dritter Teilimpfung (“Booster”) zum Ziel, die Pandemie einzudämmen und damit wieder “zurück in die Normalität” zu finden. Diese zentrale Bedeutung der Impfung müsse “in allen Bereichen unserer Gesellschaft transparent und konsequent transportiert werden, bevor sie andere infizieren können.

Die Kommunikation in der Öffentlichkeit müsse konsequent, faktenbasiert, ehrlich und transparent erfolgen. “Das Vertrauen in die staatlichen und wissenschaftlichen Institutionen muss wiederhergestellt werden.”