Politik

Van der Bellen soll sich nach Ostern äußern

24.01.2022 • 17:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wer wissen will, ob Van der Bellen noch einmal antritt, muss sich wohl bis nach Ostern gedulden
Wer wissen will, ob Van der Bellen noch einmal antritt, muss sich wohl bis nach Ostern gedulden (c) APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER (PETER LECHNER)

Frühestens nach Ostern dürfte er seine Pläne bekannt geben.

Sofern Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner nicht die Ende Jänner 2023 terminisierten Landtagswahlen auf den Herbst vorverlegt, um nicht Gefahr zu laufen, in der Hochphase einer neuen, winterlichen Coronawelle die Bürger zu den Wahlurnen zu rufen, ist der Kampf um die Hofburg der einzige relevante Wahltermin im heurigen Jahr. Das Datum wird von der Bundesregierung im Einvernehmen mit dem Hauptausschuss des Nationalrats festgelegt. Alexander Van der Bellens Amtszeit endet am 27. Jänner 2023, ein Termin im Oktober ist naheliegend.

Dass es Van der Bellen noch einmal versuchen wird, ist aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich. Nichts deutet in eine andere Richtung, von Amtsmüdigkeit keine Spur. Das Virus, die Spaltung der Gesellschaft wie auch die Gefahr eines Krieges im Osten Europas hält den 78-Jährigen auf Trab, kommende Woche empfängt er das spanische Königspaar in Wien.

Am Wochenende wurde darüber spekuliert, dass das amtierende Staatsoberhaupt seine Entscheidung in naher Zukunft bekannt geben könnte. Im „Kurier“ wurde Van der Bellen auf die Frage, ob er eine zweite Amtszeit erwäge, mit der Bemerkung zitiert: „Wir sind bei dieser Entscheidung in der Endphase.“

In der Präsidentschaftskanzlei hält man sich dazu völlig bedeckt, Gerüchte und Spekulationen werden nicht kommentiert. Nach Informationen der Kleinen Zeitung dürfte Van der Bellen, sofern er noch einmal antritt, frühestens nach Ostern (heuer am 17. April), wahrscheinlich im Mai die Öffentlichkeit darüber informieren, also fünf bis sechs Monate vor dem Wahltag.

Damit orientiert man sich an den Usancen. Heinz Fischer gab seine neuerliche Kandidatur sechs Monate und zwei Tage vor dem Wahltermin bekannt, Thomas Klestil fünf Monate und fünf Tage davor. Das garantiert nicht nur einen kurzen Wahlkampf, sondern stellt potenzielle Mitbewerber auf eine Geduldsprobe.

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