Politik

Drama um Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordneten

08.08.2022 • 00:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hans-Jörg Jenewein
Hans-Jörg Jenewein

Suizidversuch: Jenewein wurde regungslos in seinem Haus aufgefunden.

Drama um den in den letzten Tagen in Turbulenzen geratenen ehemaligen FPÖ-Nationalratsabgeordneten Hans-Jörg Jenewein: Nach Informationen der Kleinen Zeitung soll Jenewein in der Nacht auf Sonntag in seinem Haus in Niederösterreich einen Suizidversuch unternommen haben. Er wurde von seiner Frau bewusstlos auf der Couch gefunden, in Folge alarmierte sie auch die Rettungskräfte. Jenewein befindet sich derzeit in einem Wiener Spital.

Schwester meldet sich zu Wort

Am Nachmittag meldet sich Jeneweins Schwester, die Abgeordnete Dagmar Belakowitsch, zu Wort. Sie bestätigte die “Verzweiflungstat”, dementierte allerdings Medienberichte, wonach ein Abschiedsbrief gefunden wurde bzw. er im künstlichen Tiefschlag liege. “Er liegt Gott sei Dank nicht im Koma.”

Rosenkranz verschiebt Pressekonferenz

Unterdessen sagte der Kandidat der FPÖ für die Hofburg, Walter Rosenkranz, seine für Montag geplante Pressekonferenz ab. Bei dem Termin wollte er für Unterstützungserklärungen werben.

Jenewein hatte in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt, weil er überraschend aus der FPÖ ausgetreten ist. Offenbar kam er einem Parteiausschluss zuvor. Auf dem bei einer Razzia beschlagnahmten Handy wurde der Entwurf einer anonymen Anzeige gefunden, die gegen Teile der Wiener FPÖ-Riege eingebracht worden ist. Jenewein gilt als enger Vertrauter von FPÖ-Chef Kickl, in Parteikreisen geht man davon aus, dass Jenewein dies nicht ohne Wissen des Parteichefs getan hatte. Jeneweins Handy war beschlagnahmt worden, weil der Verdacht im Raum stand, dass Informationen des ehemaligen BVT gegen Geld geflossen sein sollen – es gilt die Unschuldsvermutung.

Rasche Hilfe in Krisensituationen

Wenn Sie oder ein Angehöriger sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, zögern Sie nicht, Hilfe anzunehmen bzw. anzubieten – oft ist eine Situation gar nicht so ausweglos, wie sie scheint. Links, Adressen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.