Politik

Rechnungshof stockt auf

03.12.2022 • 08:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landes-Rechnungshofdirektorin Brigitte Eggler-Bargehr sucht neue Mitarbeiter.<br><span class="copyright">Hartinger</span>
Landes-Rechnungshofdirektorin Brigitte Eggler-Bargehr sucht neue Mitarbeiter.
Hartinger

Der Landes-Rechnungshof erhält 2023 neue Aufgaben und dafür auch zusätzliche Stellen.

Das heurige Jahr verlief für den kleinsten Landes-Rechnungshof Österreichs durchaus turbulent. Einerseits wurden etliche aufsehenerregende Berichte veröffentlicht – etwa zu externen Beratungsleistungen des Landes oder Bautätigkeiten der Gemeinde Langen –, andererseits kamen neue Aufgaben hinzu.

So soll der Vorarlberger Landes-Rechnungshof in Zukunft die widmungsgemäße Verwendung der Parteienfinanzierung im Land kontrollieren. Dazu darf er sowohl die zentralen als auch die politischen Vorfeldorganisationen vor Ort prüfen.

Aufstockung notwendig

Dass das mit dem derzeitigen Personalstand nicht zu bewältigen sein würde, war auch dem Landtag klar, als er die Kompetenzerweiterung beschloss. Der Landes-Rechnungshof hat nun zwei zusätzliche Stellen erhalten und ausgeschrieben. Die neuen Mitarbeiter sollen dazu beitragen, „dass öffentliche Mittel wirksam eingesetzt werden“, heißt es. Das Mindesteinstiegsgehalt liegt bei 4.400 Euro, die Bewerbungsfrist läuft noch bis 11. Dezember.

Für die Tätigkeit werden Juristen und Ökonomen mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung gesucht. Eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Die Bewerber sollten sich in Bereichen wie Rechnungsprüfung, Unternehmensberatung, Revision, Compliance oder Controlling auskennen.

Weisungsfrei prüfen

Beim Landes-Rechnungshof freut man sich schon auf die neuen Kolleginnen oder Kollegen. Man biete ein sehr gutes Betriebsklima und spannende Aufgaben, erklärt Direktorin Brigitte Eggler-Bargehr. Die neuen Mitarbeiter werden in den Landesdienst aufgenommen, allerdings arbeitet der Landes-Rechnungshof weisungsfrei.

Bis Anfang 2024 erstmals die Jahresrechenschaftsberichte der Parteien geprüft werden können, sollen die zwei neuen Prüfer in die Tätigekeit der Landesinstitution eingeführt werden. In diesem Rahmen bietet sich auch die Möglichkeit, die Arbeitsweise des Rechnungshofes in Wien kennenzulernen, so Eggler-Bargehr.

Der Aufstockung der Mitarbeiterzahl war eine jahrelange Debatte vorausgegangen. Der Landes-Rechnungshof verfügte bisher nur über neun Prüfer, während das Burgendland für die gleichen Aufgaben 13 Mitarbeiter beschäftigt.

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