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Der Lenz lässt grüßen

Frühlingsahnen liegt in der Luft. Zeit, sich darauf einzustellen, was dem grünen Daumen bald so alles blüht. Von Helena Wallner

Auch wenn sich nächtlich noch Minusgrade einschleichen, tagsüber verbreitet sich allerorten der unverkennbare Duft des Frühlings, und Gartlerin und Gartler juckt es in den Fingern, den Garten aus dem Winterschlaf zu holen. Eine schwere Geduldsprobe, denn noch sind der Schar der Hobbygärtner die Hände gebunden, solange der Boden nicht trocken und warm ist. Allzu schnell soll es die Natur auch gar nicht angehen, denn eine Bauernregel besagt: „Schaut im Februar die Ameise heraus, bleibt der Lenz noch lange aus.“

Die Lust auf frische Farbtupfer ist dennoch nicht mehr zu bremsen, jede Spitze eines Krokus wird mit Applaus begrüßt, vor den knallgelben Winterlingen tiefe Verbeugung geübt und um die Schneerosen herumscharwenzelt. Wer im vergangenen Herbst mit Blumenzwiebeln nicht gegeizt hat, fährt jetzt seine bunte Blütenernte ein. Auf Krokusse, Narzissen, Kaiserkronen & Co. folgen Tulpen und schließlich der Zierlauch.

Lässt sich die Pflanzbegierde gar nicht mehr zügeln, dann wende man sich an den Gärtner seines Vertrauens. Fesch arrangierte Frühlingsblüher in Schalen und Töpfen sorgen für Frühlingsahnen auf Balkon und Terrasse. Ach ja, und Pflanzenbehausungen unter Folie oder Glas gibt es auch noch. Schließlich reicht selbst die gute Fensterbank, um den Hunger auf Aussaat von Gemüse und Blumen zu stillen.

Mit ersten Umkreisungen des Gartens wird dezent in die Gartensaison gestartet. Da und dort sind Mulchschichten zu entfernen, damit die Sonnenstrahlen schneller die Erde erwärmen. Laub, das den Start der kleinen Zwiebelblumen behindert, kommt weg. Und vom Beetrand aus kriegt man Staudenreste ohne Weiteres in den Griff, zuweilen sind schon neue Austriebe sichtbar. Auch die Zeit zum Teilen ist da: zu mächtig ausgebreitete Stauden wie Astern, Fetthenne oder Sonnenhut mit dem Spaten in Stücke hacken und neu pflanzen. Der Überschuss wird verschenkt.

Bei den Gräsern, die den Winter über so großartige Figur gemacht haben, wird jetzt ebenfalls Hand angelegt, bevor der neue Austrieb durchwächst. Die Halme büschelweise eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Bei den Ziergräsern funktioniert ebenfalls das Teilungsprinzip.

Schließlich muss noch der treueste Begleiter jedes Gartlers zur Sprache kommen. Lang bevor unsere kultivierten Pflanzen Wurzeln schlagen, strotzt es schon allerorten voll Saft und Kraft, als hätte es keinen Winter gegeben: das Unkraut.

Auch die Umbenennung in Wildkräuter ändert daran nichts, dass man ihnen schleunigst zu Leibe rücken soll. Je konsequenter jetzt im zeitigen Frühjahr gerupft wird, desto wirksamer werden Giersch, Vogelmiere und Konsorten in die Schranken gewiesen. Und ja, man kann seine Gegner auch im Frühlingszupfsalat verspeisen.

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