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Bitte mehr Familienzeit

Ein Thema kommt in der politischen Auseinandersetzung schon lange nicht mehr vor: die Familie traditioneller Prägung – also Vater, Mutter und Kind(er). Auch im heute endlich überstandenen Wahlkampf war sie kein Thema.

Immer noch ist es der Wunsch vieler junger Paare, den Partner/die Partnerin fürs Leben zu finden, mit ihm/ihr Kinder zu haben und gemeinsam alt zu werden. Aber es wird ihnen zunehmend schwerer gemacht. Die entscheidende Frage, auf die die Politik eine Antwort finden muss, lautet: Wollen wir so weiterleben wie bisher? Heißt das Zukunftsmodell: noch früher die Kinderkrippen aufsperren und noch später zu? (In den USA gibt es bereits Kindergärten, die 24 Stunden offen haben.) Verpflichtende Ganztagsschulen auch für jene, die es nicht so lustig finden, den ganzen Tag in der Schule verbringen zu müssen? Zwei Drittel der Mütter/Väter in Österreich wünschen sich, dass ein Elternteil zwei Jahre daheim bei ihrem Kind bleiben kann. Sie wollen das erste Lächeln, die ersten Schritte, die ersten Worte des Babys selbst erleben und nicht aus der Dokumentation der Kindergartenpädagogin erfahren. Wer nicht sofort wieder arbeitet, dem droht Altersarmut. Warum können Kindererziehungszeiten nicht in die Pension eingerechnet werden? Die Politik hört bei dieser Frage seit Jahren weg.

Der Mainstream befindet, dass Frauen gleich nach der Geburt wieder „Vollzeit“ arbeiten sollen. Ja nicht in die „Teilzeitfalle“ geraten, sondern möglichst schnell wieder zurück in das tägliche Hamsterrad mit seinen fatalen Folgen: Überforderung, Erschöpfung, Burn-out. Wenn Politik und Wirtschaft keine anderen Lösungen finden als die einer flächendeckenden Kleinstkindbetreuung, droht ein Kollaps der Familie. Die meisten Eltern wollen vor allem eines: mehr Zeit für ihre Kinder haben. Eine vorrangige Aufgabe der neuen Regierung wäre es also, die Arbeitswelt so zu verändern, dass die Familie wieder mehr Zeit hat. Iris Radisch, Redakteurin der liberalen „Zeit“, hat in ihrem Buch „Die Schule der Frauen“ geschrieben: „Denn ohne Familienzeit gibt es keine Familien. Und ohne Familien keine Kinder.“

Sie erreichen den Autor unter: g.hofmann-wellenhof@gmx.at

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