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„Die Anfrage hat mich beschäftigt“

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Torhüter-Trainer Thomas Schneider per 1.1. vom FC Lustenau zur Austria wechselt. Wir haben mit ihm gesprochen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die letzte Woche sehr turbulent für Sie war.

Thomas Schneider: Es war einiges los bei mir, stimmt.

Wie ist der Wechsel zur Austria zu Stande gekommen?

Schneider: Hubert Nagel hat mich am Montag, den 24. September angerufen und sich über meine Vertragssituation beim FC Lustenau erkundigt. Und die hätte eigentlich so ausgesehen, dass ich bis zum Ende der Saison an den FC gebunden gewesen wäre. Darum habe ich zunächst auch abgesagt.

Was ist dann passiert?

Schneider: Die Anfrage hat mich beschäftigt. Also habe ich irgendwann zum Hörer gegriffen und Hubert Nagel um ein Informationsgespräch gebeten. Das hat dann am Mittwoch stattgefunden. Während dieses Gesprächs ist mir dann recht schnell klar geworden, dass ich es gerne machen würde. Dann ist Helgi Kolvidsson zum Gespräch dazu gestossen, auch mit ihm war schnell alles klar. Zugesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt aber natürlich nicht. Denn ich wusste ja nicht, ob mich der FC freigibt. Wir wollten diesebezüglich auch nichts übers Knie brechen. Wenn mir der FC den Wechsel untersagt hätte, hätten ich und die Austria das akzeptiert.

Doch der FC hat Ihnen die Freigabe erteilt.

Schneider: So ist es. Ich habe zuerst Damir Canadi eingeweiht. Als Trainer war er für mich der erste Ansprechpartner. Damir bedauerte, dass ich weg will, konnte es aber nachvollziehen. Weil die Austria einfach eine Nummer größer ist. Auch Präsident Sperger hat mein Anliegen sehr professionell aufgenommen. Er war überhaupt nicht verärgert. Auch er hatte Verständnis und begriff sofort, was für eine große Chance dieses Angebot für mich darstellt. Er hat nicht eine Sekunde lang versucht, mich zum Bleiben zu überreden. Diese Reaktion war einfach großartig. Wir sind dann überein gekommen, dass ich bis zum Winter beim FC weiterarbeite und per 1.1 zur Austria wechsle. Für dieses Entgegenkommen möchte ich mich auch auf diesem Wege sehr bedanken.

Die Konstellation, dass Sie bis Winter beim FC weiterarbeiten und danach zur Austria wechseln, ist durchaus speziell.

Schneider: Ich weiß, was Sie meinen. Aber wir sind alle Profis und werden das professionell durchziehen. Ich werde bis zum letzten Tag alles für den FC geben – so wie es meine Art ist. Ich glaube, diese seriöse Berufsauffassung hat die Austria auch auf mich aufmerksam gemacht.

Auch die Tatsache, dass mit Reuf Durakovic nach Dejan Stojanovic ein zweiter Ihrer Zöglinge vor dem Sprung nach Italien steht, spricht für Sie.

Schneider: Natürlich wurde die Entwicklung von Stojanovic und Durakovic in der Branche wahrgenommen. Was sicherlich auch für mich spricht, sind meine Ausbildungen. Ich habe die A-Lizenz in Österreich sowie die höchste Torwart-Trainerausbildung des Deutschen Fußballbunds erfolgreich absolviert.

Was reizt Sie an der Austria?.

Schneider: Die Austria ist ein Verein mit großer Kontinuität und es reizt mich, teil dieser Geschichte zu werden. Und natürlich sehe ich die Chance, mit der Austria in die Bundesliga aufzusteigen, was ich auch mit Altach geschafft habe. Ich will mir einfach selber nochmal was beweisen. Die Bundesliga wäre da diesbezüglich genau das Richtige.

Werden Sie vorab ein Gespräch mit dem Austria-Torhüter Kofler suchen?

Schneider: Nein. Vor dem 1. Jänner werde ich mich nicht mit der Austria beschäftigen. Natürlich wird es eine spezielle Situation sein, wenn in ein paar Wochen das Derby ansteht. Da werde ich mit Alex sicher ein paar Worte wechseln, aber das habe ich immer getan. Ich kenne Alex relativ gut, er war beim Torwarttrainer-Tag dabei und schließlich schaue ich mir ja auch die Spiele der anderen Mannschaften an. Ich weiß also sehr genau, mit welchem Torhüter ich da zusammen arbeiten werde.

Interview: Hannes Mayer

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