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Der Capitano geht endgültig von Bord: Michael Ballack hat seine Karriere beendet. Per achtzeiliger Pressemitteilung seiner Anwaltskanzlei verabschiedete sich der frühere Kapitän der Nationalmannschaft still und heimlich als „Unvollendeter“ in den Ruhestand. Ballack geht als einer der besten Spieler in die deutsche Fußball-Geschichte ein, der nie einen internationalen Titel gewonnen hat. Am 5. Mai dieses Jahres bestritt er nach 17 Profi-Jahren für Bayer Leverkusen sein letztes von insgesamt 267 Bundesliga-Spielen.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte über die Fortsetzung seiner illustren Karriere im Ausland gegeben. Zuletzt gab es Spekulationen, Ballack werde nach Australien gehen.

Über die Stationen Chemnitzer FC, den 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen stieg Ballack zu einem Superstar des deutschen Fußballs auf. Nach seiner Meisterschaft mit Kaiserslautern wurde er während seiner Zeit bei Bayern München noch dreimal deutscher Meister und dreimal Pokalsieger.

„Big Boss“

Mit dem FC Chelsea gewann er zudem den englischen Titel, verpasste aber im Champions-League-Finale 2008 erneut den ganz großen Wurf. 2002 hatte er bereits mit Leverkusen ein Endspiel in der Königsklasse, damals gegen Real Madrid, verloren. Seine Rückkehr 2010 in die Bundesliga zu Leverkusen wurde nach zahlreichen Verletzungsproblemen zu einem großen Missverständnis.

In der Nationalmannschaft war er viele Jahre der unumstrittene „Big Boss“. Ballack bestritt 98 Länderspiele, wurde Vize-Weltmeister 2002, Vize-Europameister 2008 und WM-Dritter 2006. Von 2004 bis zum unrühmlichen Ende seiner Auswahl-Karriere war er Kapitän der DFB-Elf. Am 3. März 2010 absolvierte Ballack beim 0:1 gegen Argentinien sein letztes Länderspiel. Die WM 2010 hatte er wegen einer schweren Fußverletzung nach einem Foul von Kevin-Prince Boateng verpasst. Danach war er von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr berücksichtigt worden.

Kein Abschiedsspiel

„Das Einzige, was ich hätte machen können, wäre vielleicht konsequenter zu mir gewesen zu sein und eher zurückzutreten“, hatte der gebürtige Görlitzer zu seinem unfreiwilligen Abschied im DFB-Team gesagt. Das vom DFB angebotene Abschiedsspiel im Sommer 2011 hatte er ausgeschlagen. Seit seinem Bundesliga-Abschied hat sich der ehemalige Spielmacher mit seinen beruflichen Plänen zurückgehalten. Während der EM in Polen und der Ukraine sammelte er als Experte des US-Sportsenders ESPN erste journalistische Erfahrungen.

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