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Gas geben und gesund bleiben

Daniel Schöpf (22) hat schwere Wochen hinter sich. Nach seiner Verletzungspause macht er sich schon Gedanken über die Zukunft.

Michael Prock

Der Bau des Götzner Zentrums am Garnmarkt ist ein ehrgeiziges Projekt. Betonklötze wachsen in den Himmel, dazwischen kleine Gassen, die liebevoll Flaniermeilen genannt werden. An den Türschildern einer dieser unzähligen Wohnungen ist ein bekannter Name zu lesen: Daniel Schöpf. Der 22-Jährige wohnt seit seinem Wechsel zum Cashpoint SCR Altach zusammen mit seiner Freundin Martina (24) und Hund Suki in einer hellen Dreizimmerwohnung.

Verletzungspech

Schöpf hat einige schwere Wochen hinter sich. „Pünktlich“ zum Beginn der Vorbereitung riss sein Seitenband ein. Kaum genesen, folgte ein Meniskuseinriss. In dieser Zeit machte sich der Wiener Gedanken über ein Leben nach dem Fußball: „Da habe ich schon ein bisschen gezweifelt und mich gefragt, wie es ohne Fußball weitergehen soll. Deshalb habe ich begonnen, Innenarchitektur zu studieren.“ Freundin Martina ist ebenfalls Studentin, sie lernt BWL in Liechtenstein. Seit vier Jahren sind die Beiden ein Paar. Trotzdem ist es mit der Zukunftsplanung schwer. „Als Profifußballer kann sich schnell alles ändern“, gibt sich Schöpf nachdenklich. Martina unterstützt ihn, wo sie kann. Auf Auswärtsduelle fährt sie aber nicht mit. „Ich glaube, das darf ich gar nicht. Seit der Hund da ist, sind diese Spieltage in der Ferne allerdings nicht mehr so schlimm“, sagt die 24-Jährige und streichelt Suki über den Rücken.

Ziel: Bundesliga

Sportlich sind die Ziele von Schöpf eindeutig: „Gas geben und gesund bleiben.“ Der Stronach-Akademie-Absolvent will so schnell wie möglich in der Bundesliga spielen. Am liebsten mit dem SCR. Den Kampf um den Aufstieg hat er noch nicht abgeschrieben: „In Altach spielt jeder, um in die Bundesliga zu kommen.“ Auch das Nationalteam ist für den Youngster des Monats im September 2011 ein großer Traum. Ein Traum, der die logische Konsequenz seiner Karriere wäre. Vor acht Jahren wechselte er in die Akademie der Wiener Austria. Nach der Matura folgten zahlreiche Erste-Liga-Einsätze für die Austria Amateure. Als Amateurteams in der Liga nicht mehr mitspielen durften, wechselte er zum FC Lustenau. Nach einer tollen Saison folgte er zusammen mit Harun Erbek, Christoph Schösswendter und Patrick Seeger dem Ruf nach Altach.

Bekannte Gesichter

Doch dem FC ist er nach wie vor sehr verbunden. Auch, weil er zahlreiche neue Akteure der Canadi-Elf kennt: „Felix zum Beispiel ging mit mir in die Klasse, Luxbachers Mutter arbeitet zusammen mit meiner Mutter im Krankenhaus.“

Für den nächsten Karriereschritt – den Bundesliga-Aufstieg – benötigen Schöpf und Co. heute einen Sieg im Derby gegen Austria Lustenau. Für den Rechtsfuß gar nicht so unwahrscheinlich: „Wir sind dem Tabellenführer mindestens ebenbürtig.“ Klares Saisonziel sei Platz 1. Denn: „Wer in Altach spielt, kann nur die Bundesliga als Ziel haben.“

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