Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Das Dessert war feinste Sahne!

Der FC Lustenau hat sich durch einen schlussendlich klaren 4:0- Heimsieg Luft im Kampf gegen den Abstieg verschafft und darf sich nun höheren Zielen widmen.

Emanuel Walser

Die Verantwortlichen des FC Lustenau haben das Spiel unter das Motto „Ein sportliches Schlemmerpaket“ gestellt. Abseits des Rasens wurde zur Schlachtpartie geladen und auch auf demselben boten die Akteure zunächst eher Hausmannskost. Den Gästen aus Linz sah man zwar das Bemühen an, vor allem aber die Unsicherheit und das fehlende Selbstvertrauen.

Die Lustenauer hatten das Spieldiktat inne und hätten in der 16. Spielminute in Führung gehen können, besser müssen: Der überragende Furkan Aydogdu spielte steil auf den als zentrale Spitze aufgebotenen Arvedin Terzic, dieser umkurvte den Gästetorhüter, um dann das Kunststück zu vollbringen, nicht das leere Tor, sondern den grätschenden Verteidiger zu treffen.

In der Folge zeigte die Heimelf Nerven und leistete sich viele Fehler im Spielaufbau. Die Erlösung kam nach einem Freistoß in Person von Stipe Vucur förmlich herbeigeflogen, der per Kopf in der 40. Spielminute die so wichtige Führung erzielte. Bis zur Pause tat sich nichts mehr, danach jedoch umso mehr.

Am Ende furios

Mit der Führung im Rücken spielte die Heim­elf befreit auf, die Frage nach dem Sieger dieser Partie stellte sich eigentlich nicht mehr. BW Linz präsentierte sich in einem inferioren Zustand und war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, die Mannschaft von Trainer Damir Canadi in Verlegenheit zu bringen. Dass sich die Überlegenheit der Lustenauer nicht schon eher im Ergebnis niederschlug, lag in erster Linie an deren Unvermögen, die sich nun mehrenden Gelegenheiten zum Konter auch konsequent auszuspielen.

Damir Canadi sah dies wohl ebenso und wechselte trotz der Führung nach einer Stunde gleich doppelt: Florian Zellhofer und Ali Osman sollten für mehr Nachdruck in der Offensive sorgen und sie präsentierten sich auch ganz im Sinne ihres Trainers. Besonders Osman war nicht zu halten, so auch in der 80. Spielminute, als er Terzic das 2:0 mustergültig mit einem Stanglpass servierte.

Als hätten sich die Lustenauer das Beste zum Dessert aufge­spart, boten sie nun fußballerische Feinkost: Die Tore drei und vier verdienten sich das Prädikat „besonders sehenswert“. Nach tollem Kombinationsspiel vollendete jeweils Aydogdu, der damit seiner starken Leistung die Krone aufsetzte. Aus Trainer Canadi sprach nach Schlusspfiff die Erleichterung: „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben Geduld bewiesen und zum Ende tollen Fußball geboten.“ Das Wort „Abstiegskampf“ dürfte nun aus dem Lustenauer Wortschatz gestrichen sein.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.