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Löwen wollen Piraten versenken

Die Raiffeisen Dornbirn Lions wollen auch heuer in der zweiten Basketball-Bundesliga wieder kräftig mitbrüllen. Die NEUE sprach vor dem heutigen Heimspielauftakt mit Löwen-Manager Markus Mittelberger.

Heute Abend spielt Ihr erstmals zuhause, noch dazu gegen den langjährigen Erstligisten Wörthersee Piraten. Wie groß ist die Vorfreude?

Markus Mittelberger: Die Vorfreude ist groß, weil wir froh sind, dass wir endlich wieder vor heimischen Fans spielen können (Anm. 18.30 Uhr, Ballsporthalle Dornbirn). Nach einer langen Vorbereitung und einem Fehlstart letzte Woche tut es gut, daheim zu spielen. Auch wenn es gegen die Piraten heute sehr schwer wird, hoffen wir auf den ersten Saisonsieg.

Was war der Grund für den letztwöchigen Fehlstart gegen die Vienna Timerwolves?

mittelberger: Der Grund dafür war – laut Meinung aller Beteiligten – die neue Regelauslegung, die ohne Feingefühl von den Schiedsrichtern umgesetzt wurde. So kam es zu Freiwurf­orgien, die allerdings ungleich verteilt waren. Das Resultat drückt nicht das wahre Kräfteverhältnis aus. Wir haben aber auch intern besprochen, dass sich die Mannschaft von Fehlpfiffen nicht so aus dem Konzept bringen lassen darf.

Ihr habt bereits vor Saisonstart Euren Amerikaner Steve Custis ausgewechselt. Warum hat es schlussendlich noch nicht ganz gepasst?

MITTELBERGER: Custis war eigentlich ein Shooting-Guard und mit der Pointguard-Rolle offensichtlich überfordert. Das kam für mich doch überraschend. Wenn ich mir jetzt die Videos nochmals anschaue, muss ich sagen, dass ich da früher hätte draufkommen müssen. Da hat mein Scouting nicht ganz funktioniert. Ich habe in den Ferien aber über 15 Spielerprofile geprüft, da kann das schon mal passieren. Wichtig ist ja auch, dass wir rechtzeitig den Fehler ausbessern konnten.

Passt Ashton Smith nun besser ins Konzept bzw. kann er Sebastian Gmeiner auf der Pointguard-Position ersetzen?

mittelberger: Ashton ist ein ganz toller Pointguard und Mensch. Er passt gut zu uns und führt die Mannschaft. Er kann Sebi Gmeiner sicher ersetzen, aber wir haben dadurch die Option verloren, einen großen Spieler zu holen. Das führt dazu, dass wir unter dem Korb schon etwas dünn besetzt sind.

Neben Smith habt ihr mit Claudio Ceccotti noch einen weiteren neuen Spieler. Kann er ebenfalls eine tragende Rolle übernehmen?

mittelberger: Da haben wir leider keine optimale Lösung: Claudio Ceccotti kann uns sicher viel helfen, allerdings ist er durch das berufsbegleitende Studium belastet und steht uns auswärts nicht immer zur Verfügung.

Die Liga ist heuer unglaublich stark. Glaubt Ihr, dass Ihr mit den Top-Teams mitspielen könnt oder siehst Du Eure Mannschaft eher im Mittelfeld?

mittelberger: Die Liga wird sicher eine enge Kiste und man kann jetzt schon sagen, dass die Anzahl der Teams, die in die TOP-4 wollen, größer geworden ist. Wir können zuhause wahrscheinlich jedes Team schlagen, auswärts wird es ganz sicher schwerer als letzte Saison.

Wohin soll der Weg der Dornbirn Lions in den kommenden Jahren führen?

mittelberger: Wir haben seit einer Woche einen hauptamtlichen Nachwuchstrainer aus Spanien verpflichtet. Das Sig­nal ist eindeutig: In die Zukunft investieren, heißt, in den Nachwuchs investieren. Da wir ständig sehr große Talente aus Studiengründen verlieren, müssen wir unsere bislang schon gute Nachwuchsarbeit weiter verbessern. Unser Ziel kann deshalb mittelfristig nur lauten, in einer starken Amateurliga ein Top-Team zu stellen. Ich glaube nicht, dass die Zeit für Profibasketball in Dornbirn schon reif ist.

Interview: Patrick O. Maier

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