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Platz- und Kaderprobleme trüben Lustenaus Vorfreude

RW Rankweil ist heute (14 Uhr) klarer Favorit im Ländle-Derby der Frauen.

michael prock

Ein Derby ist etwas Besonderes. Fans bereiten sich speziell darauf vor und Spieler sind schon Tage davor aufgeregt. Das Stadion wird auf Vordermann gebracht, der Platz noch einmal hergerichtet. Schon Stunden vor Anpfiff stehen Fans am Bierstand und Platzen vor Vorfreude.

Auch heute steht wieder ein Fußball-Leckerbissen auf dem Programm. Vorarl­bergs zwei beste Frauenteams, die SPG FC Lustenau/Austria Lustenau und RW Rankweil treffen erstmals in der 2. Bundesliga Mitte/West aufeinander.

Probleme mit der Linie

In Lustenau trüben einige Probleme die Vorfreude. So war die ganze Woche der Trainingsplatz gesperrt. Die Damen mussten Lauftraining absolvieren. Trainer Manfred Metzler war gar nicht dabei. Er lag mit einer Lungenentzündung im Bett. Bis Samstag Mittag war nicht klar, ob das Ländle-Derby überhaupt über die Bühne gehen wird. Denn: Das Stadion an der Holzstraße bleibt bis Montag gesperrt. Auch der Wiesenrain wäre nicht bespielbar gewesen, Linien hätte der Platzwart erst Sonntag-nachmittag ziehen können. Rankweil konnte das Spiel aber nicht auf 17 Uhr verschieben. Am Samstag Nachmittag dann das Aufatmen: Die Linien werden doch rechtzeitig fertig.

So kann das Derby wie geplant um 14 Uhr über die Bühne gehen, nur eben auf dem Trainingsgelände Wiesenrain. Auch sportlich wird es für die Kickerinnen aus der Stickergemeinde ganz schwer. Rankweil erlebt im Moment einen Höhenflug. Nach vier Siegen in fünf Partien liegt die Adlassnigg-Elf auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Rankweil-Trainerin und Lustenau-Coach Metzler sind sich einig: „Rankweil ist Favorit.“

Adlassnigg ist begeistert von ihren Mädchen: „Die Mannschaft hält zusammen, jede rennt für jede. Wir haben einfach einen Lauf.“ Zwar sind die rot-weißen Fußballerinnen mit dem Klassenerhalt als Ziel in die Saison gestartet, nach der tollen Leistung zu Beginn wurde es aber nach oben korrigiert: „Wir wollen unter die Top 5“, bestätigt Adlassnigg.

In Lustenau ist die Mannschaft von diesen Ambitionen derzeit weit entfernt. Metzler beneidet Rankweil um die Aufstiegseuphorie: „In der ersten Saison waren wir auch stark. Leider hat sich die Motivation ein wenig verflüchtigt.“ Auch mit den Verstärkungen hatten die Lustenauerinnen kein Glück. Drei neue Spielerinnen wurden geholt: „Eine hat sich verletzt, die anderen zwei mussten wieder gehen. Sie haben einfach zu viel Unruhe in die Mannschaft gebracht.“ Trotzdem resigniert Metzler nicht: „Im Derby ist alles möglich.“

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