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In Krems ist Filzwieser die Nummer 1!

Eine Position, die dem großen nationalen Tormanntalent in Hard verwehrt blieb. Auch im Schlager beim Ex-Klub ist er nur auf der Tribüne dabei – eine Ellbogenverletzung zwingt ihn zur Pause.

Hallo Wolfi, was ist los mit deiner Mannschaft, nur Platz acht nach sieben Runden, nur vier Punkte, was passt derzeit nicht?

Wolfgang Filzwieser: Ja, was passt nicht? Eine sehr gute Frage. Wenn man das immer wüsste, wäre es einfacher. Wir sind gegen Leoben eigentlich ganz gut in die Saison gestartet, dann ist etwas passiert, das wir immer noch nicht ganz verstehen. Wir haben gute Phasen, schaffen es aber nicht über 60 Minuten durchzuziehen. Wir machen uns mit vielen einfachen Fehlern das Leben selbst schwer. Dabei will jeder gut spielen und im Training sind alle mit Einsatz dabei. Auch die Vorbereitung war gut, wie gesagt, wir wissen selber nicht, wie der miserable Start zustande gekommen ist.

Ihr habt die letzten beiden Jahre den Grunddurchgang und das Play-off dominiert – am Ende seid ihr mit leeren Händen dagestanden. Frustriert das nicht ungemein?

Filzwieser: Sicher, gefreut hat sich keiner. Aber als Grund für die jetzige Situation kann ich es nicht gelten lassen. Wir haben zwei, drei Jahre konstant auf sehr hohem Niveau gespielt, ohne die Hänger, die wir uns derzeit leisten. Sicher haben sich auch die Gegner besser auf uns eingestellt, aber wir bekommen in der Deckung derzeit nicht die Bälle für unser Konterspiel.

Trös­tet die Hoffnung, dass nach jedem Tief ein Hoch kommt?

Filzwieser: Sicher, und wer uns abschreibt, macht das mit den Falschen. Unsere Mannschaft hat weiterhin Qualität. Was wir zum Umlegen des Schalters brauchen, ist ein Erfolgs­erlebnis.

Das zu erleben wird am Samstag gegen deinen Ex-Klub Hard auch nicht unbedingt leicht. Warum soll es ausgerechnet gegen den Tabellenführer klappen?

Filzwieser: Ein Auswärtsspiel kommt uns gar nicht ungelegen. Da waren wir in der bisherigen Saison besser als Zuhause. Außerdem werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Wo wir unser Erfolgserlebnis holen, ist uns egal. Aber es wird sicher nicht einfach.

Ist es für dich persönlich noch eine besondere Situation, wenn du zurück nach Hard kommst?

Filzwieser: Natürlich wäre es schön, aber ich bin zumindest nicht auf dem Feld dabei. Mein Ellbogen (Sehneneinriss, Anm.) lässt wohl erst in der Rückrunde im November einen Einsatz zu. Aber ich freue mich immer auf alte Bekannte und den Austausch mit ihnen.

Mit wem aus der aktuellen Harder Mannschaft hast du noch gespielt? Und wie siehst du den aktuellen Kader?

Filzwieser: Da muss ich überlegen. Pax, Hamster, Schmid, Jochum, Kathrein, der war mein Zimmerkollege. Und natürlich waren Martin Maier und Mario Krevatin schon dabei. Ich würde sagen, dass die derzeitige Mischung gut passt. Gute Legionäre, Routiniers und junge Österreicher. Da konnte sich in den letzten Jahren etwas entwickeln.

Was sagst du zum neuen starken Mann im Hard-Tor, Golub Doknic?

Filzwieser: Sicher eine Bereicherung für die Liga und vor allem für Hard. Der hat ihnen letztes Jahr sicher einige Spiele gerettet. Wobei ein Legionär im Harder Tor eher ungewöhnlich ist.

Hast du deinen Abgang aus Hard vor gut vier Jahren je bereut? Zum Beispiel, als Hard den zweiten Titel geholt hat?

Filzwieser: Nein, das war schon zu lange her. Außerdem war es sportlich die richtige Entscheidung. In Hard hätte ich die Chance zu spielen wohl nicht bekommen, warum auch immer. Aber es waren schöne Jahre und für meine Entwicklung sehr wichtig. Ich konnte dann in Krems zeigen, was ich kann. Dort habe ich es in den Kader für die Heim-EURO geschafft. Als dritter Tormann, aber ich war dabei.

Ist das Thema Nationalteam für dich noch aktuell?

Filzwieser: Von meiner Seite würde ich da nie nein sagen. Ich gebe immer mein Bestes, wenn es reicht, freue ich mich darüber. Aber solche Entscheidungen kann man nur schwer beeinflussen.

Wie sieht es mit deinen sportlichen Träumen aus? Ist Krems deine letzte Station oder strebst du noch nach Höherem als der HLA?

Filzwieser: Schwer zu sagen. Streben würde ich es nicht nennen. Aber wie gesagt, ich gebe immer mein Bestes. Wenn dann ein interessantes Angebot kommt, schaue ich es mir sicher gut an. Ich muss aber nicht weg, ich fühle mich in Krems gut aufgehoben. Zudem kann ich mein FH-Studium (Unternehmensführung und E-Business-Management im dritten Semester, Anm.) und den Sport gut verbinden.

Abschlussfrage: Wo steht ihr am Ende der Saison?

Filzwieser: Ich sage so, wir schaffen es auf jeden Fall ins Meister-Play-off. Zu weit möchte ich nicht denken, aber wenn wir unter den ersten Sechs sind, ist das Halbfinale das Ziel. Ich glaube an uns, daher ist alles möglich.

Interview:

Christian Höpperger

Zur Person

Name: Wolfgang Filzwieser

Verein: UHK Krems

Position: Torwart

Alter: 28 Jahre

Beruf: Student FH Krems (Unternehmensführung und E-Business-Management)

Beziehung: Freundin Daniela (Floristin)

Bisherige Vereine: Union St. Pölten, ALPLA HC Hard, IFK Trelleborg (SWE), Sporting Horta (POR), UHK Krems

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