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Noch lange nicht auf Eis gelegt

Emanuel Walser

Bregenzerwälder sind zäh, haben Durchhaltevermögen und einen langen Atem. Ein leichtes Lüftchen haut sie nicht um. Eigenschaften, die Guntram Schedler, seines Zeichens Obmann des EHC Bregenzerwald, derzeit gut gebrauchen kann, denn er führt seinen Verein in stürmischen Zeiten. Ohne sportliche Heimat befanden sich die Wälder im Sommer auf Herbergssuche. Vorübergehendes Asyl hat man nun in der Dornbirner Messehalle gefunden.

Mit der mittlerweile zur Ruine verkommenen Eisarena Alberschwende kam zwar die Heimstätte abhanden, aber eines hat sich der Klub bewahrt: seine Identität. Da Wälder sich auf diese etwas einbilden, zeigen sie sich auch solidarisch: Für diese Saison wurden über 100 Dauerkarten verkauft – ein neuer Vereinsrekord. Auch für die heutige Hauptsponsor-Auslosung ist Schedler optimistisch: „Wir werden voraussichtlich auf dem guten Niveau der Vorjahre abschließen.“ Genaue Zahlen gibt es nicht, das Verfahren ist ein laufendes. Die Geldgeber bleiben dem Verein weiterhin treu, was angesichts der Unsicherheiten im Vorfeld keine Selbstverständlichkeit ist.

Nachwuchs leidet

Reibungsverluste hat der Umzug dennoch mit sich gebracht, besonders dem Nachwuchs wird einiges an Opferbereitschaft abverlangt. Da dieser in der Messehalle keine Trainingsmöglichkeit hat, galt es kreative Lösungen zu finden: Überall in Vorarlberg wurden Vereine gesucht, um die jungen Cracks zwischenzuparken.

Ein enormer administrativer Aufwand, der nur mit idealistisch gestimmten Eltern zu bewältigen ist. Klarerweise kann so viel Bastelei nur als Übergangslösung dienen. Ziel muss es sein, der Wälderhalle nicht nur einen Namen, sondern möglichst schnell auch einen Standort zu geben. Aus dem Obmann spricht große Zuversicht: „Wir sind in laufenden Verhandlungen. Ich bin optimistisch, dass wir noch dieses Jahr einen Standort präsentieren können.“ Zwei Baugründe sind in der Endausscheidung, welche dies sind, darüber schweigt sich Schedler allerdings aus. Man habe Stillschweigen vereinbart und werde die Öffentlichkeit erst dann informieren, wenn es Konkretes zu vermelden gibt.

Bis dahin versuchen sich die Cracks des EHC weiter als Werbeträger auf Kufen zu profilieren. Bisher stimmt das sportliche Angebot, die Nachfrage der Zuschauer ist dementsprechend. Die Mannschaft spielt physisches und temporeiches Hockey, „Wälder-Style“ sozusagen. Das soll auch heute im Derby gegen den EHC Lustenau nicht anders sein.

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