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Altach aktuell nur noch die Nummer 3

Altachs Wochen der Wahrheit mit den Spielen gegen Grödig, Austria Lustenau und St. Pölten brachten drei Niederlagen und das blanke Mittelmaß.

Hannes Mayer

Die Krise der Altacher nimmt immer drastischere Ausmaße an. In St. Pölten kassierten die Rheindörfler nach ordentlichem Spiel die siebte Saisonniederlage. Die Bilanz der von Rainer Scharinger als Wochen der Wahrheit titulierten Spiele gegen Grödig, Austria und eben St. Pölten ist katastrophal: Altach hat alle drei Spiele verloren, ist so auf den sechsten Rang der Tabelle abgerutscht und akutell nur noch Vorarlbergs Nummer drei. Noch vor einem Jahr hätte man in Altach herzhaft über ein solches Szenario gelacht.

17 Punkte Rückstand

Freilich: Die Rheindörfler können erneut Spielpech als Grund für die Niederlage anführen. Denn so wie gegen die Austria kassierte man in der Schlussphase den entscheidenden Gegentreffer. Mehr noch. Dieses Mal hatten sie gar bis zur 90. Minute geführt. Ebenso können die Rheindörfler auf ihre Ausfälle verweisen. Doch wenn Ligakrösus Altach nach mehr als einem Drittel der Saison hinter dem finanziell arg limitierten FC Lustenau liegt und der Rückstand auf Tabellenführer Austria mit 17 Zähler mehr Punkte beträgt als man selbst auf dem Konto hat – nämlich 16 –, gibt es nur eine Schlussfolgerung: dass in Altach schlecht gearbeitet wird. Guter Wille hin oder her.

Die Fehlerkette der Altacher in dieser Saison ist lang und beginnt sinnigerweise mit dem nicht nur völlig unnötigen, sondern auch völlig verpatzten Kaderumbruch im Sommer 2011 – der Schatten einer verfehlten Kaderplanung ist eben zumeist lang. Ein Synonym für die misslungene Transferpolitik jenes Sommers ist Petr Vorisek, den die Klubführung mit einem satten Gehalt nach Altach lockte und ein Jahr später nur mit einem golden handshake wieder los wurde.

Mit Rainer Scharinger holten sich die Rheindörfler einen ausländischen Trainer ins Boot, der die Voraussetzungen in Altach völlig falsch einschätzte. Früh ließ er mit kritischen Aussagen über das Niveau seiner Mannschaft aufhorchen. Bloß dass seine Wunschspieler nur das Gehaltsniveau und eben nicht das spielerische Niveau anheben. Sulu ist ein Komplettausfall, Cuntz zeigte bei seinen Einsätzen für einen Ausländer zumeist auch zu wenig. Und Mahop ist nach seiner einjährigen Verletzungspause verständlicherweise ein Schatten seiner selbst, was Scharinger jetzt auch eingesteht. Vor Mahops Verpflichtung hatte der Trainer kritische Fragen über den Fitnesszustand des Kameruners vehement abgewiegelt.

Ganz abgesehen von diesen Personalien ist es mehr als bedenklich, dass die Altacher in der Länderspielpause keinen neuen Schwung aufnehmen konnten, obwohl das Geschäftsführer Längle nach der Derbyniederlage einforderte.

Sieg gegen Linz ist Pflicht

Die Entlassung von Rainer Scharinger ist derzeit kein Thema. Man will ihm Zeit geben, eine neue Mannschaft aufzubauen, und hat sich dem Vorarlberger Weg verschrieben, will eine hungrige Mannschaft aufbauen. Die Frage ist nur: Kann sich eine solche Mannschaft im Schatten eines möglichen Bundesligisten Austria Lustenau entwickeln? Wie lange geben sich Kobras, Schösswendter und Aigner mit Mittelmaß zufrieden?

Am Freitag empfangen die Altacher Tabellenschlusslicht Linz. Gelingt da kein Sieg, brennt der Baum endgültig.

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