Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Ein Kampf auf Biegen und Brechen

Im Spitzenspiel der 1. Landesklasse trennten sich der FC Schlins und der FC Götzis 1:1 unentschieden. Das Resultat geht in Ordnung, der Punkt war für beide Teams jedoch teuer erkauft.

Emanuel Walser

Eines vorweg: Von der fußballerischen Qualität her wurde die Partie nur bedingt dem Status eines Spitzenspiels gerecht. Besonders aus Schlinser Sicht bot die erste Hälfte nur wenig Erbauliches: Viele unnötige Ballverluste, Stellungsfehler und ein Gegner, der durch konsequentes Pressing jeden Spielfluss zunichte machte, prägten das Bild. Die Götzner zeigten die reifere Spielanlage und eroberten früh die Bälle, um selbst das Heil in der Offensive zu suchen. Richtig gefährlich wurde es in der 33. Spielminute, als ein tückisch abgefälschter Schuss von Nenad Krstic nur knapp am Tor vorbei kullerte. Torhüter Andreas Dreier wäre ohne jede Chance gewesen, es blieb ihm nur der bange Blick. Bis zur Pause tat sich wenig, die letzten 15. Minuten der ersten Halbzeit verdienten sich das Etikett „Trauerspiel“.

Spiel nimmt Fahrt auf

Entschädigt wurden die Fans dafür in der zweiten Hälfte. Die feine Klinge wurde zwar nicht geschwungen, dafür aber drückten beide Teams auf Tempo und suchten bedingungslos den Torabschluss.

Die Kontrahenten glichen zwei Boxern, die zwar wankten, aber immer noch zum entscheidenden Schlag auszuholen versuchten. Ein stetiges Auf und Ab war die Folge, Chancen im Minutentakt die Konsequenz. Exemplarisch dafür die 67. Spielminute: Erst scheitert Krstic, Bester seiner Elf, mit einem spektakulär gezirkelten Freistoß an Dreier, dann überlief im direkten Gegenstoß der Schlinser Spielertrainer Mike Zech die Götzner Abwehr, um mit ansehen zu müssen, wie seine Mitspieler seinen idealen Stanglpass verschmähten.

Krstic im Pech

Nur Minuten später wurde der Götzner Gefahrenherd Krstic für seinen bedingungslosen Einsatz zugleich belohnt, als auch bitter bestraft. Zwar erwischte er einen langen Ball per Kopf, zog aber im Luftkampf gegen Schlins-Keeper Andreas Dreier den Kürzeren. Obwohl der Ball den Weg ins Tor fand, blieb der Götzner Jubel aus, stattdessen war nur das Rufen nach dem Betreuer zu hören. Der Stürmer musste sofort ausgewechselt und von den rasch herbeigeeilten Sanitätern bis weit nach Schlusspfiff am Spielfeldrand versorgt werden. Dieser Schock war noch nicht verdaut, folgte nur Minuten später der nächste. Diesmal in der Hauptrolle: Götzis Tormann Manuel Wohlgenannt.Erst fängt er einen langen Ball ab und lässt dann den herbeistürmenden Aleksandar Miletic in „Oliver Kahn-Manier“ regelrecht an seinem Knie zerschellen. Schiedsrichter Ivan Borodenko sah keine Notwehr, sondern eine Tätlichkeit.

Den daraus resultierenden Elfmeter verwertete Engil Türkyilmaz zum 1:1-Endstand. Damit kein falsches Bild aufkommt: Die Partie wurde zwar hart geführt, war aber zu keinem Zeitpunkt gehässig. So blieb am Ende für beide Mannschaften ein Punkt, der teuer erkauft wurde. Es ist zu befürchten, dass Nenad Krs­tic und Aleksandar Miletic eine längere Verletzungspause bevorsteht. Beiden ist eine schnelle Genesung und ein baldiges Comeback zu wünschen.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.