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Christoph Stückler fast ein Held

Lustenau hat ein Torhüter-Problem und zwei Lösungen im Sinn. Stückler, notgedrungener Goalie in Grödig, ist keine Option.

Hannes Mayer (Text)

Klaus HartinGer (Fotos)

Eigentlich hatten die Grün-Weißen in Grödig alles im Griff. Bis in der 76. Minute David Witteveen auf Austrias Ersatzgoalie Lukas Hefel zustürmt. Hefel kommt aus dem Kasten und bringt Grödigs Angreifer zu Fall. „Ab diesem Moment war es ein ziemlich verrücktes Spiel“, weiß Innenverteidiger Christoph Stückler, der jetzt zum Hauptdarsteller wird. Denn weil Schiedsrichter Dintar nicht nur einen Elfmeter gegen die Austria verhängt, sondern auch Hefel ausschließt, hat Lustenau ein Problem – da Alex Kofler wegen Rückbeschwerden nicht mitfahren konnte und Christian Mendes ja den Verein verlassen hat, sitzt kein Ersatztorhüter auf der Bank. Stückler berichtet: „Es ist nicht das erste Mal, dass wir nur mit einem Torhüter zu einem Spiel gefahren sind. Ich gehe im Training manchmal aus Spaß ins Tor, also war für mich klar, dass ich reingehe.“ Mit welchen Gedanken stellte er sich ins Tor? „Das ich gleich einen eingeschenkt bekomme.“

Mendes wäre bereit

Stückler pariert den Elfmeter und hofft nun, dass seine Vorderleute weitere Schüsse aufs Tor verhindern. Es kommt anders. In der 83. Minute hat Grödig einen Freistoß, Lexa zirkelt den Ball aufs Tor. „Ich habe die Flanke kommen gesehen und war mir sicher, dass ich da hinkomme. Im Spiel habe ich gedacht, dass ich zu wenig hoch gesprungen bin. Mittlerweile weiß ich, dass ich daneben gegriffen habe“, schildert Stückler und gesteht: „Den hätte ich auch als gelernter Feldspieler halten müssen.“

Kurz vor Schluss hat Lustenau Freistoß, Stückler verlässt das Tor und sprintet in den gegnerischen Strafraum. „Aus dem Augenwinkel heraus habe ich gesehen, wie mir unser Co-Trainer signalisiert, dass ich zurück soll. Aber ich bin einfach durchgelaufen.“ Prompt kommt er zum Kopfball, trifft das Spielgerät aber nicht voll. Der Ball wird vor der Linie abgewehrt.

Bleibt die Frage, wie es bei der Austria in Sachen Torhüter weitergeht. Stammtorhüter Kofler leidet an einer Bandscheibenvorwölbung. Der Kärntner steht zwar in Dauerbehandlung, aber für das Spiel gegen St. Pölten wird es sehr knapp. Und Hefel ist ja gesperrt. Kolvidsson beruhigt: „Wir prüfen zwei Optionen. Entweder holen wir Mendes zurück oder verpflichten einen vereinslosen Torhüter. Wir arbeiten dran.“ Die NEUE weiß: Mendes wäre zu einer Rückkehr bereit.

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