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Klockers Vision in blau wird wahr

Admira Dornbirn ist auf dem besten Weg, die Nummer zwei in der Messestadt zu werden. Alles begann mit einem Spiel in Liechtenstein.

michael prock

Herwig Klocker, Trainer der Admira Dornbirn, steht im Rheinpark in Vaduz. Er ist einer der 5679 Zuschauer, die am 1. April 2009 das WM-Qualifikationsspiel Liechtenstein gegen Russland besuchen. Liechtenstein unterliegt dem großen Favoriten knapp mit 0:1.

Die Rädchen in Klockers Kopf beginnen zu rattern. Das Fürstentum Liechtenstein hat 36.476 Einwohner. Daraus rekrutiert sich eine Mannschaft, die mit dem russischen Nationalteam um Superstar Andrey Arshavin mithalten kann. Die Stadt Dornbirn hat 10.000 Einwohner mehr. Da muss doch Potenzial vorhanden sein. So entstand eine Vision.

Zusammen mit dem sportlichen Leiter Mario Loacker begann er, sich nach Dornbirner Talenten umzusehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Vergangene Saison stieg die Kampfmannschaft von der 1. Landesklasse in die Landesliga auf. Das 1b-Team feierte in der 5. Landesklasse den Meistertitel. Nun, die Herbstrunde neigt sich dem Ende zu, geht die Erfolgsgeschichte unvermindert weiter. Beide Teams stehen in ihrer Liga an der Tabellenspitze, als Aufsteiger wohlgemerkt. Für Loacker gibt es noch einen weiteren positiven Aspekt: „Vor einem Jahr waren wir in Dornbirn die Nummer vier. Jetzt sind wir die Nummer zwei.“

Glücksgriff Trainerduo

Auch im Umfeld ist der Erfolg spürbar. „Die Zuschauerzahlen steigen, und im Nachwuchs melden sich immer mehr Jungkicker an. Alle wollen zur Admira“, schildert Loacker die Situation. Für den sportlichen Leiter gibt es für das Hoch zwei Hauptgründe: Herwig Klocker und Günther Hübler (1b-Trainer): „Das Duo war ein Glücksgriff.“ Kampfmannschaft-Coach Klocker gibt die Blumen direkt weiter: „Die Mannschaft ist klasse. Da wir uns nach der vergangenen Saison kaum verändert haben, kam das Mannschaftsgefüge nicht durcheinander.“

Trotzdem steigt der 42-Jährige auf die Euphoriebremse: „Uns kam entgegen, dass wir als Aufsteiger der große Unbekannte der Liga waren. Nun unterschätzt uns niemand mehr.“ Saisonziel war anfangs der Klassenerhalt. Dies korrigierten die Admiraner logischerweise nach oben. „Das Nahziel ist der Herbstmeistertitel. Das können wir schaffen“, erklärt Klocker. Vom Aufstieg zu reden, traut er sich aber nicht. Im Frühjahr könne sich viel ändern. Die Vision ist noch nicht umgesetzt. Das Ziel ist es, mit Dornbirner Spielern in der Vorarlbergliga zu kicken.

Unter Druck steht die Mannschaft nicht. „Schön wäre es, wenn uns 2014 der Aufstieg gelänge. Aber das ist kein Muss“, meint Klocker. Dieses Jahr wären sowieso andere Mannschhaften die Favoriten, trotz der aktuellen Tabellenführung. „Hohenems ist Topfavorit, aber auch Lauterach, Lochau und der Dornbirner SV als Absteiger sind höher einzuschätzen als wir“, stapelt er tief. Ob der Erfolgslauf weitergeht, können Interessierte heute um 14 Uhr in Koblach herausfinden.

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