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Schlußfurioso ohne Lustenauer Happy-End

Der FC Lus­tenau hat den Bundesligisten Wolfsberger AC an den Rand einer Niederlage gedrängt. Besonders in der zweiten Hälfte heizte die Canadi-Elf den Kärntnern bei eisiger Kälte ordentlich ein.

Emanuel Walser, Günther Böhler

Für die erste Überraschung sorgte Coach Damir Canadi schon vor Spielbeginn: Mit den pfeilschnellen Ali Osman und Arvedin Terzic behielt er vorerst zwei Waffen im Köcher. Stattdessen gab er Rene Felix und dem zuletzt meist vernachlässigten Enes Novinic die Chance, sich zu bewähren. Der Bundesligist aus Kärnten nahm zu Beginn das Zepter in Hand. Gefährlich wurde es vor allem, wenn die technisch versierten Liendl und Jacobo ihre Füße im Spiel hatten. Schon in der 13. Minute vernebelte der Spanier Ruben Riviera nach schöner Vorlage seines Landsmannes Jacobo aus kurzer Distanz.

Der Klassenunterschied ließ sich am Grad der Abgeklärtheit messen. Während die Lustenauer in vielen Situationen zu fahrig wirkten, war dem Spiel der Gäste keine übertriebene Hektik anzusehen. Sie agierten ballsicher und ruhig, in der 28. Minute durfte man auch noch die Attribute „zielstrebig“ und „effizient“ addieren: Manuel Kerhe kam am rechten Rand des Sechzehners zum Ball, blickte kurz auf, um dann Keeper Reuf Durakovic mit einem satten Schuss ins kurze Eck viel älter aussehen zu lassen, als der 18-Jährige tatsächlich ist. Das Bemühen, die Scharte auszuwetzen, war den Lustenauern nicht abzusprechen. Aber im Fußball zählt der Wille bekanntlich nicht fürs Werk. Dieses vollendeten die Wolfsberger kurz vor Seitenwechsel ein zweites Mal: Nach einem schönen Konter sorgte der einsam im Strafraum stehende Sandro Zakany mit Köpfchen für die komfortable 2:0-Pausenführung.

Wechsel bringen Schwung

Für den Handtuchwurf war es noch zu früh, stattdessen schickte Canadi kurz nach Wiederanpfiff Terciz und Osman aufs Feld. Und siehe da: Das Spiel der Lustenauer gewann an Qualität und vor allem an Tempo. Doch zunächst fehlte vielen Aktionen das letzte Quäntchen an Entschlossenheit. Die Kärntner waren zwar immer noch zu elft, viel gab es von diesen aber nicht zu sehen. Nach einer Stunde summierten sich die Chancen der Blau-Weißen: Luka Jakara, Rene Felix und Kapitän Mario Bolter platzierten ihre Schüsse aber nur knapp neben beziehungsweise über das Tor. In der 89. Spielminute war es einmal mehr Abwehrhüne Stipe Vucur, der nach einer Terzic-Ecke den Ball zum überfälligen Anschlusstreffer im Tor versenkte.

Nun gab es kein Halten mehr: Die Lustenauer zogen ein regelrechtes Powerplay auf, bei den Gästen regierte anstatt der Souveränität der ersten Hälfte nur mehr die Hilflosigkeit. Groß war der Jubel als Terzic in der Überspielzeit zum vermeintlichen Ausgleich traf, noch größer die Enttäuschung, als das Schiedsrichtergespann auf Abseits entschied. Die Spieler, Betreuer und Fans der Lustenauer sahen dies naturgemäß anders, der Blutdruck senkte sich erst nach Schlusspfiff wieder. Am Ende bleibt der traurige Fakt: Der WAC steht im Viertelfinale, der FCL ist ausgeschieden.

Stimmen zum Cupspiel

„Wir waren ebenbürtig, aber müssen effektiver werden. Von den Spielanteilen war die erste Halbzeit ausgeglichen, doch der Gegner hat seine Chancen verwertet. In den zweiten 45 Minuten haben wir mutig gespielt. Ob Terzic beim Ausgleich im Abseits stand weiß ich nicht, das wird uns das Fernsehen zeigen.“

D. Canadi, Trainer FC Lustenau

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