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„Ein Licht am Ende des Tunnels“

Masseverwalter Klaus Grubhofer wird heute über die Zukunft des FC Lustenau entscheiden. Eine Weiterführung des Spielbetriebs scheint möglich.

michael prock

Der Tag der Entscheidung ist gekommen. Heute wird klar, ob der älteste Fußballklub Vorarlbergs die Saison zu Ende spielen kann. Wie hoch die Chancen tatsächlich stehen, dass der Spielbetrieb des FC Lustenau fortgesetzt wird, ist schwer zu sagen. Masseverwalter Klaus Grubhofer sieht die Chancen intakt.

Am Mittwochvormittag traf sich Grubhofer mit den Verantwortlichen des Landes Vorarlberg, um über die weitere Vorgehensweise zu verhandeln. In einer anschließenden Aussendung des Landes hieß es: „Sportlandesrätin Bernadette Mennel bekräftigt ihre bereits öffentlich kommunizierte Haltung. Die Ausschüttung der weiteren Tranchen der Strukturförderung sei an klare und allseits akzeptierte Auflagen gebunden. Wenn der FC Lusten­au diese erfüllen könne, stehe einer richtlinienkonformen Zuweisung der Mittel nichts im Wege.“

De facto bedeutet das: Keine Sonderausschüttung der noch offenen 100.000 Euro Strukturförderung. Um an das Geld zu kommen, muss der FC Lustenau getreu den Richtlinien bereits bezahlte Rechnungen einreichen. Diese werden dann rückerstattet.

Belege eingereicht

Am Nachmittag brachte ein Mitarbeiter des FC erste Rechnungen ins Landhaus, in der Höhe von rund 10.000 bis 15.000 Euro. Laut Grubhofer würde dies reichen, um den Spielbetrieb fortsetzen zu können. Dieses Geld würde in einigen Tagen zur Verfügung stehen, sofern die Rechnungen den Förderrichtlinien entsprächen. Personalkosten sind beispielsweise nicht inbegriffen.

Die Zahlen im Detail: Der FC verfügt derzeit über rund 8000 Euro auf einem Konto als einziger Vermögenswert. Mit dem Geld des Landes würden sich die kommenden Rechnungen bedienen lassen, die wiederum beim Land eingereicht werden können.

Um zu starten, benö­tigt der Verein allerdings Liquidität. Da könnte die Bundesliga einspringen, mit einem Vorschuss auf ausstehende Gelder.

Grubhofer optimistisch

Die Blau-Weißen könnten so bis zum Ende der Saison 50.000 Euro Strukturförderung und 15.000 Euro Fahrtkostenzuschuss vom Land bekommen. Die restlichen 50.000 Euro würden dem FC nach einem Jahresabschluss bei der Generalversammlung zustehen.

Grubhofer ist guter Dinge, die Saison beenden zu können: „Ich sehe ein Licht am Ende des Tunnels.“ Neben dem Okay des Landes – ob die Rechnungen den Richtlinien entsprechen – müssen auch die Spieler mitziehen. Sie sollen auf ihre Punkteprämie verzichten. Hier wird ebenfalls Bereitschaft sig­nalisiert. Auch auf die schriftliche Zusage der Bundesliga den Vorschuss betreffend, will Grubhofer noch warten.

Geld für den Nachwuchs

Seitens der Gemeinde wird man wohl keine zusätzlichen Mittel in den Profibetrieb stecken. Für den Nachwuchs- und Amateurbetrieb stellte die Gemeinde Lustenau bereits 15.000 Euro zur Verfügung. Die Gemeinde selbst ist Gläubiger des FC. Ausständig sind rund 40.000 Euro, die sich aus Mietrückständen und Kommunalsteuer zusammensetzen. Hier könnte das Rathaus noch entgegenkommen.

Heute wird sich der Masseverwalter definitiv entscheiden. In einem Punkt hat der FC Lustenau großes Glück. Die erste Version der Förderungsrichtlinien beinhaltete einen Passus, dass jegliche Förderungen hinfällig werden, wenn ein Verein Insolvenz anmeldet. Dies wurde erst vergangenes Jahr gestrichen.

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