Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Gut, besser, Altach!

Mit einer beeindruckenden Leistung rehabilitierten sich die Rheindörfler für das Aus im ÖFB-Cup. Die Vienna war mit der 1:4-Niederlage noch gut bedient.

Emanuel walser

Am Ende waren sich alle einig: Das, was die Altacher vor allem in der zweiten Halbzeit aufs Feld zauberten, war allerfeinste Sahne. Kombinationen wie aus einen Guss, jeder Treffer eine Bewerbung fürs Tor des Monats. Wenn ein nicht unkritischer Geist wie Altach-Trainer Damir Canadi nach Spielende mit verblüfftem Blick auf seinen Notizblock bemerkt, dass er bis auf das Gegentor nichts Negatives zu notieren hatte, spricht das Bände.

Das von ihm angesprochene Vienna-Tor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war ein einziger Anachronismus und so nötig wie der sprichwörtliche Kropf: Alexander Aschauer nutzte das zu wenig resolute Abwehrverhalten der Altacher für seine Zwecke und schloss einen Konter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer ab. Dieser kam für die Vienna so unverdient wie unverhofft, spielte doch davor nur eine Mannschaft: Altach.

Schon in der 10. Spielminute sorgte Daniel Luxbacher, der erstmals zentral hinter den Spitzen agieren durfte, für den ersten Zungenschnalzer. Der wuselige Wirbelwind wurde an der linken Strafraumgrenze angespielt, ein kurzer Blick, ein satter Schuss, und schon zappelte das Leder im Netz – gestatten, Luxbacher! Danach hätte er sich gleich mehrfach als Torschütze im Spielbericht verewigen können, doch mal war der Schlenzer zu hoch, mal das Ferserl zu unplatziert. Doch genug der vergebenen Chancen, schließlich ging’s in Durchgang zwei erst so richtig rund.

Jetzt spielt’s Granada

Nach Hannes Aigners erlösendem Führungstreffer (61.) kannten die Rheindörfler keine Zurückhaltung mehr, nun war „Showtime“ angesagt. Beispiele gefällig? In der 64. Minute zirkulierte der Ball wie im Flipper­automaten durch die Altacher Reihen, ehe Martin Harrer dem munteren Spielchen ein Ende machte und den Ball ohne jeden Sinn für Romantik mit aller Wucht aus 20 Metern ins Kreuzeck drosch. Der passende Superlativ zu diesem Traumtor war noch nicht gefunden, da setzte der zuvor eingewechselte Patrick Seeger noch ein i-Tüpfchen aufs Sahnehäubchen: Erst ließ Luxbacher den Ball gekonnt abtropfen, dann hämmerte Seeger den Ball nicht nur aus vollem Lauf, sondern zudem noch mit dem Außenrist unter die Querlatte. Keine Frage: Da wäre sogar Franz Beckenbauer neidisch geworden. Auch mit dem komfortablen Dreitorevorsprung im Rücken kannte die Canadi-Elf keinen Schongang. Hätte ViennaKeeper Thomas Mandl nicht wiederholt bewiesen, wieso er einst Österreichs Nummer eins war, die Döblinger wären wohl mit einer historischen Pleite im Gepäck nach Wien heimgereist. Am Ende waren mit dem 4:1-Heimsieg aber alle Altacher glücklich. Alle, bis auf einen: Denn für Altach-Keeper Martin Kobras fand die Torsperre nach stolzen 605 Minuten ein Ende. Er wird’s freilich verschmerzen können.

Die meinung des Altach-Fans:

„Die zweite Hälfte war echt sensationell. Altach ist spielerisch extrem stark, da macht das Zuschauen so richtig Freude.“

Matthias Walser

Stimmen zum SPIEL

„Das war mit Sicherheit unser bestes Spiel. Bis auf den Gegentreffer hatte ich an der Leistung meiner Mannschaft nichts auszusetzen. Ich kann nur gratulieren. Die Treffer waren natürlich absolut sehenswert.“

Damir CANADI,

Trainer SCR Altach

„Ich denke, wir haben ein tolles Spiel gezeigt und nach der Cup-Pleite als Mannschaft Charakter bewiesen. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, obwohl es mich ein wenig wurmt, nicht mehr Tore gemacht zu haben.“

Daniel Luxbacher,

Spieler SCR Altach

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.