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Den Kopf verloren

Eine entscheidende Szene im Spiel der Austria gegen Kapfenberg war das 1:2. Auch wenn’s regelkonform ist – ein Schiedsrichter darf es einem Spieler nach einer Verletzungspause niemals gestatten, tief in der gegnerischen Hälfte wieder das Spielfeld zu betreten. Christoph Stückler hatte den Spieler nicht im Blickfeld – und als Spieler rechnest du auch nicht damit, dass plötzlich aus dem Nichts ein Gegenspieler auftaucht. Wenn du so ein Gegentor bekommst, wird’s auf dem Platz unweigerlich emotional. Da hast du das Gefühl, dass der Schiedsrichter und die ganze Welt gegen dich sind. Die Zuschauer auf der Tribüne sind außer sich und peitschen dich wild nach vorne. Die Gefahr, dass du dann den Kopf verlierst, ist groß. Und genau das ist der Austria am Freitag passiert. Prompt kassierten sie vor der Pause noch das dritte Gegentor.

Trotzdem hat die Niederlage auch noch andere Gründe. Das Umschaltspiel von Kapfenberg war in der ersten Halbzeit sensationell. Bei jedem Konter sind vier, fünf Kapfenberger im Vollsprint in die Spitze durchgelaufen. Gegen so eine Mannschaft darfst du dir nicht so viele Fehler im Aufbauspiel leisten, wie sie der Austria passiert sind. Zudem haben die Grün-Weißen zwei Gegentore nach kurz gespielten Eckbällen bekommen. Auch das darf nicht passieren. Wenn zwei gegnerische Spieler bei der Eckfahne stehen, müssen zwei Spieler raus, um sie zu decken. Das war auch so eingeteilt, da haben die Spieler geschlafen. Die Niederlage ist also ebenso erklärbar wie unnötig, aber irgendwann reißt eben auch die beste Serie. Im Cup gegen Sturm ist trotzdem alles möglich.

Gespannt bin ich, wie es bei Kapfenberg weitergeht. Ihr Umschaltspiel ist wie geschaffen für die Top-Spiele. Wenn sie es schaffen, auch die Partien zu gewinnen, in denen sie das Spiel machen müssen, werden sie um den Aufstieg mitreden.

Und Altach? Für mich ist ihr Unentschieden in Mattersburg ein Punktgewinn. Seit Franz Lederer in Mattersburg Trainer ist, geben die 90 Minuten lang Vollgas – da musst du in Unterzahl erst mal einen Punkt holen. Andererseits: Wenn du drei Mal in Führung gehst und bis zur 93. Minute vorne bist, bist du mit einem Unentschieden nicht zufrieden.

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