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Ausgeschlafen nach Dänemark

Jungvater und Deutschland-Legionär Robert Weber (28) über die kommende Handball-EM.

Georg Michl

Magdeburg, sprich Maschdebursch, darf getrost als eine der deutschen Handball-Hochburgen bezeichnet werden. Da, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, westlich von Berlin, wo zwischen inbrünstigen Liebeserklärungen und wüsten Beschimpfungen durch das Publikum oft nur ein Fehlwurf liegt, da zaubert Woche für Woche Robert Weber als rechter Flügel. Der Nationalteamspieler reüssiert in der härtesten Liga der Welt und ist seit Jahren Stammgast im Team der Runde. In knapp einer Woche wird der gebürtige Vorarlberger bei der EM in Dänemark spielen. Im Gegensatz zu seinen deutschen Kollegen – „Ohne Deutschland fahr’n wir zur EM“ wurde bei der Qualifikation gesungen – wohlgemerkt. Nach dem 29:28-Sieg im Test gegen besagte Deutsche spricht der Jungvater über …

… die EM-Vorfreude:

Wir konzentrieren uns zwar gerade voll auf das Turnier hier in Deutschland, aber langsam kommt Spannung auf. Ich freue mich schon seit der Qualifikation auf diese Endrunde.

… das Ziel für Herning: Ganz klar: Wir wollen die Vorrunde überstehen, und wie bei der Heim-EM 2010 in die Hauptrunde kommen.

… die Chancen: Wenn wir so spielen wie in der Qualifikation, sollte das Weiterkommen kein Problem sein.

… die Gegner: Dänemark ist sicher der klare Favorit im eigenen Land. Nicht nur auf den Sieg in der Vorrundengruppe. Die Dänen sind ein heißer Kandidat auf den Titel und gegen sie zu gewinnen, wird sehr, sehr schwierig. Mazedonien und Tschechien haben mit Kiril Lazarov beziehungsweise Filip Jicha zwei außergewöhnliche Spieler im Aufbau. Wenn wir die beiden in den Griff bekommen, sind wir auf Augenhöhe. Aber wir müssen gegen beide Teams klug spielen.

… Magdeburg: Es ist einfach unglaublich toll hier zu spielen, vor allem, wenn die Halle voll ist. In Magdeburg hat Handball einfach Tradition. Das Publikum hat einen extrem hohen Anspruch und dem will die Mannschaft immer gerecht werden.

… Vorbilder: Die habe ich eigentlich nicht mehr. Früher war es der schwedische Flügel Johan Petterson von Kiel. Bei den Würfen habe ich mir schon etwas abgeschaut, aber ich habe da immer eine eigene Note.

… die Vaterrolle: Das Vater-Sein ist super. Ich bin jetzt einen Tag weg von meinem Sohn und meiner Frau und vermisse sie schon richtig. Schlafdefizit habe ich dank meiner Frau zum Glück aber keines. Sie macht das wirklich sehr gut. Ich nehme mir aber sehr gerne meine Zeit mit ihm – das ist meine Papa-Time und die genieße ich in vollen Zügen.

… den EM-Neid der deutschen Kollegen: Sie haben es alle eher als ein „einmaliges Erlebnis“ für uns abgetan. Aber die meisten gönnen es uns eigentlich schon.

EM-FAHRPLAN

4-Nationen-Turnier:

Deutschland – Österreich 28:29 (14:17).

Island – Österreich. Heute 15 Uhr, Krefeld

Österreich – Russland. Sonntag, 15.30 Uhr, Oberhausen

Testspiel: Österreich – Ägypten. 8. Jänner, Krems

EM: 12. bis 26. Jänner, Dänemark

Gruppe A: Österreich, Mazedonien, Tschechien, Dänemark.

Österreichs Spiele:

12. Jänner: Tschechien

14. Jänner: Dänemark

16. Jänner: Mazedonien

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