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Sotschi ist noch nicht gebucht

Alpin-Snowboarder Lukas Mathies ist mit zwei dritten Plätzen grandios in die Saison gestartet und hat beste Chancen auf ein Olympia-Ticket. Heute (12.45 Uhr, live auf ORF eins) ist er in Gastein im Einsatz.

Sie haben sich in dieser Saison bisher glänzend präsentiert. Haben Sie das Gefühl, dass Sie die Form über die Feiertage konservieren konnten?

Lukas Mathies: Ich nehme aus den Trainingsläufen definitiv ein gutes Gefühl mit. Zudem bin ich körperlich topfit und hatte bis auf einen leichten Infekt über die Feiertage auch keine gesundheitlichen Probleme. Doch Training und Rennen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Die anstehenden Rennen in Bad Gastein sind für die Olympiaqualifikation enorm wichtig. Die Qualifikationskriterien der FIS sind fast schon als brutal zu bezeichen. So darf der ÖSV für Sotschi nur vier Herren nominieren. Rechnen Sie nach Ihren zwei Podestplätzen eigentlich schon fix mit der Nominierung oder zittern Sie noch ein wenig?

Mathies: Natürlich habe ich sehr gute Chancen, in Sotschi dabeizusein. Doch fix ist es erst, wenn die Trainer am 18. Jänner den Kader bekanntgeben. Bis dahin sind noch drei Weltcup­rennen zu fahren. Und eines ist auch klar: Andreas Prommegger und Sigi Grabner, die bisher noch keine Top-Ergebnisse einfahren konnten, sind beide Vollprofis, die auch mit Druck umzugehen wissen. Den Trainingseindrücken nach zu urteilen, sind sie absolut dabei und werden in den nächsten Rennen bestimmt angreifen.

Die Dichte bei den ÖSV-Herren ist extrem. Belastet der Konkurrenzkampf um die Olympia­tickets eigentlich das Mannschaftsklima?

Mathies: Selbstverständlich ist die Lage ein wenig angespannt, schließlich will jeder in Sotschi dabei sein. Von der Nervosität darf man sich allerdings nicht anstecken lassen. Ich bin jedenfalls darum bemüht, mich aus allem herauszunehmen und auf mich selbst zu schauen.

Sigi Grabner ist ja nicht nur Ihr Konkurrent um ein Olympiaticket, Sie fahen ja auch mit einem Brett seiner Firma. Bringt dieses Spannungsverhältnis nicht auch Probleme mit sich?

Mathies: Nein, das ist überhaupt kein Problem. Der Sigi freut sich immer mit, wenn ich vorn dabei bin und steht mir mit Rat und Tat zur Seite. Schließlich profitiert ja letztlich auch seine Firma von den Erfolgen seiner Fahrer.

Heuer sind Sie erstmals auch im Parallelslalom voll durchgestartet. Woran liegt das?

Mathies: Ich war auch schon früher im Slalom abschnittsweise schnell unterwegs, habe es aber nie ins Ziel gebracht. Heuer passt das Set-up optimal. Und im Riesenslalom weiß ich ohnehin, dass ich einen sauschnellen Schwung fahren kann. Wenn man in beiden Disziplinen dabei ist, gibt einem das auch eine gewisse Sicherheit. Und angesichts der Qualifikationskriterien für Olympia ist dies sicherlich auch kein Nachteil.

Bad Gastein ist kurzfris­tig für die wegen Schneemangels abgesagten Bewerbe am Jauerling eingesprungen. Für euch Snowboarder ein großes Glück, oder?

Mathies: Ja, definitiv! Wir müssen froh sein, dass die Gasteiner so kurzfristig eingesprungen sind. Der Weltcupkalender ist ohnehin schon ausgedünnt, da wiegt jede Absage doppelt schwer. Andererseits ist es natürlich sehr schade, dass wir nicht am Jauerling fahren können. Die Rennen dort waren mit bis zu 6000 Zuschauern vor Ort immer das atmosphärische Saison-Highlight.

Sie liegen im Gesamtweltcup derzeit auf dem zweiten Platz. Wie wichtig ist dieser für Sie in einem Olympiawinter?

Mathies: Sehr wichtig! Mein Ziel ist, am Ende der Saison in der Gesamtwertung unter den Top 5 zu stehen. Da heißt’s, bei jedem Rennen anzugreifen und konzentriert weiterzuarbeiten.

Emanuel walser

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