Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Die Gefahr ist noch nicht gebannt

Thomas Morgensterns Zustand ist weiter stabil. Da es im Kopf aber noch zu Einblutungen kommen kann, gibt es keine Entwarnung.

Wilde Gerüchte machten am Tag nach dem Sturz von Thomas Morgenstern (27), bei dem er eine Kopfverletzung und eine Lungenquetschung erlitten hatte, die Runde. Weil es dem Kärntner äußerst schlecht gehe, wurde er im UKH Salzburg in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt, hieß es beispielsweise. Bis ÖSV-Arzt Jürgen Barthofer Auskunft gab: „Morgenstern ist weiter stabil und er ist ansprechbar. Den Sonntag muss man noch abwarten, dann weiß man mehr.“ Trotzdem blieben Fragen offen.

1. Könnte sich der Zustand wieder verschlechtern? Der Zustand des Kärntners ist weiterhin stabil, er ist die ganze Zeit ansprechbar, hat aber Gedächtnislücken und kann sich bis zur Tournee nicht zurückerinnern. Da nach wie vor die Gefahr besteht, dass es im Kopf zu einer Einblutung oder einer Schwellung kommen kann, ist der 27-Jährige auf der Intensivstation des UKH Salzburg unter ständiger Beobachtung.

2. Kann Morgenstern nach Sotschi? Diese Frage ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nur schwer zu beantworten – und ÖSV-Arzt Jürgen Barthofer wollte darauf auch gar nicht näher eingehen. Bei der Schwere der Verletzung ist es aber kaum vorstellbar, dass sich der Seebodener bis zum 9. Februar, wenn in Sotschi der erste Sprungbewerb in Szene geht, so weit erholt, dass er an den Start gehen könnte.

3. Wird Morgenstern überhaupt noch einmal springen oder ist seine Karriere nun beendet? Auch das steht natürlich noch in den Sternen. Der 27-Jährige hat sich in den letzten Jahren als echtes Stehaufmännchen erwiesen und kam nach seinen kapitalen Stürzen in Kuusamo (2003), Kuopio, Liberec (beide 2009) und Titisee-Neustadt (2013) jeweils wieder zurück – und war auch erfolgreich. Aber: Zwei derart fürchterliche Stürze innerhalb eines Monats und die schweren Verletzungen nagen freilich an der Psyche. Und Morgenstern, der schon einmal an ein Karriereende gedacht hat, hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

4. Warum ist Morgenstern schon so oft gestürzt? Der Kärntner ist bekannt dafür, dass er bei jedem Sprung maximales Risiko geht, sowohl auf dem Schanzentisch als auch in der Flugphase voll attackiert. Bei seinem Sturz am Kulm touchierten die Hinterteile seiner Sprungski beim Übergang ins „V“ ganz leicht. Just in dem Moment, alsMorgenstern Druck auf die Ski ausüben wollte. Daher verlor er die Kontrolle und schmierte ab. Glück im Unglück – wegen der Plusgrade war der Auslauf nicht ganz so pickelhart. Das hat den Kärntner wohl vor noch Schlimmerem bewahrt.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.