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Olympia-Start ist keine Utopie

Kollektives Aufatmen. Für Thomas Morgenstern beginnt bereits in diesen Tagen nach seinem schweren Sturz am Kulm die Rehabilitationsphase.

richard oberndorfer

Den wichtigsten Satz gab es gleich zu Beginn der Pressekonferenz im Salzburger Unfallkrankenhaus: „Für Thomas Morgenstern gibt es definitiv Entwarnung“, meinte der behandelnde Arzt Josef Obrist zur Genesung des 27-jährigen Skisprung-Asses. Vergangenen Freitag war der Kärntner beim Skifliegen am Kulm schwer gestürzt und war mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und einer Lungenquetschung nach Salzburg gebracht worden. Kurz nach der erlösenden Diagnose seiner Ärzte am Montag ließ der immer noch schwer gezeichnete Morgenstern via Facebook den Gefühlen freien Lauf: „Ich bin unendlich dankbar, das Ganze so weit überstanden zu haben. Und ich bin sprachlos über die vielen Genesungswünsche.“

Die Ärzte zeigten sich erstaunt über den schnellen Heilungsprozess beim dreifachen Skisprung-Olympiasieger. „Der Verlauf ist sehr zufriedenstellend. Die Schädelblutung und die Lungenquetschung haben sich komplett rückgebildet,“ erklärte Primararzt Obrist. Damit würde jetzt nach der Akutphase auf der Intensivstation – wie es medizinisch heißt – die Regenerationsphase beginnen, die bis zu zwei Wochen dauern werde.

Erstaunliche Genesung

Erstaunlich für alle behandelnden Ärzte: „Einen derartigen Sturz bei dieser Geschwindigkeit so zu überstehen und so schnell wieder zu genesen, das ist das Potenzial eines Spitzensportlers“, betonte Wolfgang Völckel, der Leiter der Anästhesie und Intensivmedizin am UKH Salzburg.

Offen blieb noch, wie es mit der sportlichen Zukunft von Thomas Morgenstern weitergehen wird. Die Olympischen Spiele in Sotschi nahen und seit gestern scheint sogar ein Antreten nicht mehr ausgeschlossen. Die Entscheidung müsste allerdings bis zur Meldefrist am 27. Jänner fallen: „Wenn ich den Eindruck habe, dass er bereit ist, kann man weitere Entscheidungen treffen. Ich werde aber bis zur letzten Möglichkeit einen Platz für Morgi reservieren“, sagte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner, der ergänzte: „An den Sturz kann er sich nicht erinnern, er hat ihn sich aber schon selbst angeschaut. Das gehört zum Genesungsverlauf dazu“, erklärte Pointner. Und nun könne sich der zweifache Weltcup-Gesamtsieger auch wieder erinnern, wer kurz vor seinem Sturz die Vierschanzentournee gewonnen habe. Sieger Thomas Diethart hatte ihn am Sonntag im UKH besucht.

Diese Woche muss Morgenstern noch im Salzburger Unfallkrankenhaus bleiben, dann wird er in die Klagenfurter Privatklinik Mariahilf verlegt.

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