Austrias Kampf mit der Wand

Am letzten Tag ihres Trainingslagers in Au veranstaltete Austria Lustenau einen Crosslauf. Wir waren dabei.

Hannes Mayer aus Au

Kurz vor dem Ziel des Crosslaufs steht sie – die 1,60 Meter hohe Holzwand, über die jeder Läufer rüber muss. Cineasten werden sich an den Film „Ein Offizier und Gentleman“ erinnern, wo Richard Gere und Co. kurz vor Ende eines Parcourlaufs ebenfalls eine Wand als großes Hindernis überwinden müssen – und die die Spreu vom Weizen trennt. So ist es auch in Au. Die Holzwand ist eine Schlüsselstelle.

Gestartet wird bei dichtem Schneefall in Dreier-Teams im Staffellauf-Modus. Neben den Spielern nehmen auch Helfer sowie Freunde und Sponsoren des Vereins am Lauf teil. Besonders ehrgeizig ist das Team von Co-Trainer Hakan Karaosman, Jailson und Organisator Stephan Muxel. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt der Co-Trainer augenzwinkernd kurz vor dem Start und ballt in Richtung von Jailson die Faust. „Ich will sowieso immer gewinnen“, bestätigt Jailson das vorgegebene Ziel.

Lob für den Organisator

800 Meter lang ist die Strecke, deren drei Tücken alle erst gegen Zielnähe auftauchen. Erst müssen die Teilnehmer über einen Balken balancieren, dann warten drei Schüsse auf die Torwand – jeder Fehlschuss hat eine kleine Strafrunde zur Folge – sowie zum Abschluss eben die Wand.

Das Team rund um Co-Trainer Hakan Karaosman beginnt verhalten. Startläufer Stephan Muxel überwindet zwar anmutig wie eine Gazelle die Wand, leistet sich aber davor an der Torwand drei Fehlschüsse. Besser macht es Jailson, dem zwei Treffer gelingen. Zufrieden ist er trotzdem nicht. „Ich habs gut gemacht“, sagt er durchaus ehrgeizig. „Aber Stephan war eine Katastrophe. Er hat nie getroffen! Dreimal daneben. Jetzt gewinnen wir nicht. Aber vielleicht holt Hakan noch auf.“ Und tatsächlich: Auch dem angesprochenen Co-Trainer gelingen an der Torwand zwei Treffer. Der Gesamtsieg bleibt für das Team trotzdem in weiter Ferne. Am Ende müssen sie sich mit Platz 10 zufrieden geben. Die Szene des Tages liefert aber zweifelsohne Kapitän Christoph Stückler ab, der so akrobatisch über die Holzwand springt, dass er quer in der Luft liegt – und trotzdem nicht zu Sturz kommt.

Nach dem Crosslauf folgt noch die Siegerehrung, dann geht das dreitägige Teambuildings-Trainingslager zu Ende. „Es hat mir sehr gut gefallen“, betont Seifedin Chabbi, Stückler dankt dem Organisator Stephan Muxel: „Was er da Jahr für Jahr immer auf die Beine stellt, ist grandios.“

Nächstes Jahr kommen die Lustenauer wieder – und stellen sich wagemutig wieder der Wand.

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