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Snowboarder im Pech

Mit Alessandro Hämmerle hat es am Sonntag auch den dritten des Gaschurner Brüder-Trios erwischt. Olympia hat er aber noch nicht aufgegeben. Fast fix ist ein Start von Markus Schairer.

MICHAEL PROCK

Das österreichische Duo Christoph & Lollo forderte vor einigen Jahren in einem Song: „Snowboarder jetzt zeigt doch endlich Mut zum Risiko.“ Den Snowboardcrossern muss mangelnde Risikobereitschaft sicher nicht vorgeworfen werden. SBX ist eine spektakuläre aber riskante Sportart. Dass Risiko manchmal Opfer fordert, ist offensichtlich. Dass es am Sonntag mit Alessandro Hämmerle in kürzester Zeit auch den dritten Vorarlberger Crosser erwischte, lässt sich mit Risikokalkulation nicht mehr erklären. Es ist einfach Pech. Großes Pech.

Erstes Opfer war Luca Hämmerle, der jüngste der Hämmerle-Brothers. Er hätte im Montafon sein Weltcup-Debüt geben können, riss sich aber bereits im Sommer das Kreuzband.

Lucas ältesten Bruder, Michael Hämmerle, erwischte es just bei besagtem Auftakt. Die Erstbefahrung der Weltcup-Strecke im Montafon endete im Spital. Kreuzbandriss, Olympische Spiele gelaufen.

Für Kollege Markus Schairer lief das Rennen besser. Zuerst knallte er in der Qualifikation eine überlegene Bestzeit in den Schnee, dann ließ er im Rennen die Konkurrenz stehen und bugsierte sich in die Favoritenrolle für Sotschi. Zwei Wochen später stand der Bewerb in Lake Louise auf dem Kalender. Zweites Rennen, zweite Verletzung: Schairer rutschte aus und brach sich die Schulter.

Letzter verbliebener Ländle-Boarder war nun Alessandro Hämmerle. Der Sieger der Olympia-Generalprobe in Sotschi schaffte am Sonntag in Andorra den vierten Rang in der Qualifikation. Im Rennen nahmen im zwei Läufer in die Zange. Die Folge: Sturz, dritter und vierter Mittelfußknochen gebrochen. Gestern Abend wurde der mittlere Hämmerlebruder noch operiert. Seine Chancen, trotzdem in Sotschi starten zu können, sind noch intakt. Genaues lässt sich erst nach der Operation sagen.

Teilnahme fast fix

Mitten in die Masse der Hiobsbotschaften fällt eine gute Nachricht: Markus Schairer bekam das Okay von Dr. Schenk, er darf wieder Snowboardfahren. Theoretisch. Schairer selbst will daran noch nicht denken: „Es ist noch zu früh.“ Zunächst will er wieder schmerzfrei Zähneputzen können. Die X-Games kommende Woche in Aspen sind noch kein Thema, Sotschi dürfte sich allerdings ausgehen.

„Zähneputzen ist noch eine richtige Qual. Das geht gar nicht.“ Markus Schairer, befragt nach seinem Befinden.

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