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Meusburger schafft es in die Nacht

Heute um 9 Uhr MEZ trifft die Schwarzacherin Yvonne Meusburger in der 3. Runde der Australian Open auf die Weltranglisten-Zweite Victoria Azarenka. EPA

Hannes Mayer

Wirklich groß sind Meusburgers Chancen nicht, ins Achtelfinale der Australian Open einzuziehen – für einen Sieg gegen die Weltranglisten-Zweite Victoria Azarenka müsste wirklich alles zusammenkommen. Zumal Azarenka nicht dafür bekannt ist, bei Grand-Slam-Turnieren in den ers­ten Runden zu straucheln. Nein, aus sportlicher Sicht geht’s für Meusburger fast nur darum, kein allzu großes Debakal zu erleben.

Es wäre schon ein Erfolg, wenn Meusburger mehr als drei Games gelingen, was ihr beim bisher einzigen Aufeinandertreffen mit Azarenka im Frühjahr 2010 nicht gelang. Damals unterlag sie 3:6, 0:6 – als Lucky Loser, also als glücklicher Verlierer, eine Bezeichnung für Spieler, die zwar in der Qualifikation gescheitert sind, aber durch eine Absage eines Teilnehmers doch noch ins Hauptfeld gerutscht sind. Und es ist eine Bezeichnung, die wohl auch heute die Gemütslage der Schwarzacherin umschreiben wird – sie wird wohl eine glückliche Verliererin sein.

Nicht nur, weil sie erstmals in der 3. Runde eines Grand-Slam-Turniers steht. Sondern auch, weil ihr Spiel auf dem knapp 15.000 Zuschauer fassenden Centre Court, der Rod Laver Arena, stattfindet – eine der traditionsreichsten Tennisarenen dieser Welt. Mehr noch: Die Veranstalter highlighten die Partie als Spiel in der Nightsession und wer es als Tennisspieler bei einem Grand Slam in die Nightsession schafft, der ist in der Belle Etage des Sports angekommen. Denn Nightsession bedeutet, dass das Spiel nicht nur zur Primetime in dem Austragungsland, in diesem Falle also Australien, stattfindet, sondern auch in Europa zu einer Zuschauer-freundlichen Uhrzeit läuft. Und dass diese Sendeplätze nur an die attraktivsten Spiele vergeben werden, versteht sich von selbst.

Großartige Aussichten

Es gibt aber noch einen Grund, warum Yvonne Meusburger heute eine glückliche Verliererin sein wird: Die Schwarzacherin wird in der Weltrangliste auf Platz 40 klettern. So gut klassiert war Meusburger noch nie. Und ihre Chancen, dass sie schon bald noch weiter nach oben in der Weltrangliste klettern wird, sind bestens. Bis zum Beginn der French Open hat die Schwarzacherin nur 156 Punkte zu verteidigen. Beste Aussichten also für Meusburger, beim nächsten Grand-Slam-Turnier als eine der besten 32 Spielerinnen sogar gesetzt zu sein.

Doch zurück zu Meusburgers heutigem Spiel gegen Azarenka. Die doppelte Titelverteidigerin der Australian Open – Azarenka gewann in den vergangenen beiden Jahren in Down Under – hat praktisch keine Schwäche. Sie versteht es, viele Winner zu schlagen, ohne dabei fehleranfällig zu sein. Ihre beidhändige Rückhand ist enorm stark, ihre Vorhand spielt die Weißrussin gerne mit viel Top-Spin. Regelrecht gefürchtet sind Azarenkas Stops, die sie ansatzlos spielt. Nein, viel wird für Meusburger heute gegen Azarenka nicht zu holen sein. Glücklich wird sie nach dem Spiel trotzdem sein.

Noch eine Vorarlbergerin ist heute bei den Australian Open im Einsatz. Julia Grabher trifft im Junioren-Bewerb bei ihrem ersten Spiel bei einem Grand-Slam-Turnier auf die Französin Margot Yerolymos.

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