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Wenn’s läuft, dann läuft’s eben

Dornbirn nervös, aber siegreich. Die Bulldogs besiegen die Innsbrucker Haie im ersten Spiel der Qualifikationsrunde mit 4:1 und haben nun schon fünf Zähler auf dem Konto.

MICHAEL PROCK

Start geglückt, Situation gemeistert. Der Dornbirner EC holt den wichtigen Heimsieg gegen die Innsbrucker Haie. Rund 3500 Zuschauer sehen nervöse Dornbirner, die am Ende relativ klar mit 4:1 vom Eis gehen. So eindeutig wie das Ergebnis, ist die Partie nur im ersten Drittel. Aber: Wenn’s läuft, dann läuft’s.

Beide Trainer haben sich vor dem Duell etwas ausgedacht. Die Bulldogs setzen zu Beginn die Linie mit Niki Petrik, Patrick Jarret und Martin Mairitsch auf Innsbrucks Einserlinie an. Diese ist allerdings verändert. Innsbruck-Coach Daniel Naud beordert Jeff Ulmer in die zweite Reihe, um dieser mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Die Dornbirner Taktik geht auf, die Innsbrucker nicht. Schon nach 20 Sekunden klopft Martin Mairitsch bei Haie-Keeper Adam Munro an, in dieser Tonart geht es weiter. Einschussmöglichkeiten in der 3., in der 5. und in der 6. Minute bleiben ungenützt. Munro hält seinen Kasten sauber. Bis in der 12. Minute Alexander Feichtner die Zuschauer im Messestadion erlöst. Graham Mink behauptet hinter dem Tor die Scheibe, spielt auf Luciano Aquino, dieser direkt weiter auf Feichtner. Tor!

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Nicht einmal zwei Minuten später spielt Chris D’Alvise perfekt auf Martin Grabher-Meier, der lässt sich diese Chance nicht nehmen: 2:0. Was folgt, ist dasselbe Bild wie beim Heimsieg gegen Bozen. Dornbirn schaltet einen Gang zurück, lässt den Gegner spielen, aber nichts anbrennen. Folgerichtig geht es mit 2:0 in die Pause.

Plötzlich nervös

Irgendetwas muss in den Katakomben geschehen sein, denn beide Mannschaften kommen wie ausgewechselt aufs Eis. Innsbruck drückt, nervöse Dornbirner agieren plötzlich mit einer lange nicht mehr gesehenen Unsicherheit. Zahlreiche Fehlpässe und technische Fehler prägen das Spiel. In einer solchen Phase können sich Torhüter auszeichnen – was Adam Dennis macht. Er hält die Null fest.

Und wenn’s läuft, dann läuft’s. Innsbruck wird stärker und stärker, mit jeder Sekunde gefährlicher. Und schwächt sich mit gleich zwei Strafen selbst. Das beste Powerplay der Liga kann endlich das Spiel an sich reißen, die Gefahr eines Gegentreffers ist vorerst gebannt. Allerdings bleibt auch Dornbirn mit zwei Mann mehr ohne Torerfolg. Aquino und Kollegen nehmen Munro zwar unter Dauerbeschuss, dieser zeigt aber, dass er zu den Topgoalies der Liga gehört.

Doch wenn’s läuft, dann läuft’s. Gerade betritt Innsbrucks fünfter Mann das Eis, zieht Martin Oraze ab. Und erzielt das wichtige 3:0. Spiel gelaufen. Oder?

Mitnichten. Denn jede Geduld nimmt mal ein Ende. Auch die der Innsbrucker, in persona Stefan Pittl. Nicht einmal vier Minuten benötigt der Innsbrucker Verteidiger im Schlussabschnitt, um den hochverdienten Anschlusstreffer der Haie zu erzielen. Die Gäste suchen ihr Heil nun komplett in der Offensive und werden in der 51. Minute fast belohnt.

Aber wenn’s läuft, dann läuft’s: Nach dem Videostudium wird das Tor nicht anerkannt – es bleibt beim 3:1 für Dornbirn. Das ist der Weckruf, den Dornbirn benötigt. Plötzlich wieder aggressiver, plötzlich wieder Chancen. Nur die spielerische Leichtigkeit der letzten Wochen fehlt. Egal: Innsbruck nimmt Munro raus, Grabher-Meier trifft ins leere Tor. 4:1. Wenn’s läuft, dann läuft’s.

Stimmen zum spiel

„Innsbruck ist eine sehr gute Mannschaft. Die ersten zwei Linien gehören zu den Punktestärksten der Liga. Unsere Jungs sind in einer ungewohnten Situation. Wir müssen dieses Spiel gewinnen. Sie haben den Druck gemeistert und wieder was dazu gelernt. Ein wichtiger Sieg. Aber das nächste wichtige Spiel wartet schon.“

Dave Macqueen,

Trainer Dornbirner EC

„Wir wollten den Vorsprung auf Innsbruck ausbauen, das ist uns geglückt. Wir haben gekämpft und gewonnen, das ist wichtig. Wir zeigen nun konstant unsere Leistung, so haben wir gute Chancen aufs Play-off.“

Alexander Feichtner,

Torschütze Dornbirner EC

„Momentan springt für mich die Scheibe rein, das Glück ist auf unserer Seite. Hoffentlich geht‘s so weiter. Wir haben uns leider vom Niveau der Innsbrucker anstecken lassen, sind hinten ein bisschen geschwommen. Gott sei Dank hat Adam Dennis immer wieder gerettet.“

Martin Oraze,

Torschütze Dornbirner ec

„Es war ein gutes Spiel von beiden Teams. Man merkt, dass Dornbirn einen Lauf hat und die Chancen verwerten. Im Gegensatz zu uns.“

Daniel Naud,

Trainer Innsbrucker Haie

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