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Jawohl! Mathies holt sich ersten Sieg im Weltcup

Lukas Mathies hat am Samstag den Parallel-RTL im slowenischen Rogla souverän gewonnen. Es ist der erste Weltcupsieg des 22-jährigen Montafoners, der jetzt zum Favoritenkreis für Sotschi gehört.

Hannes Mayer

Was für ein Triumph für Lukas Mathies. Der St. Gallenkirchner hat am Samstag im Parallel-Riesentorlauf von Rogla seinen ersten Weltcupsieg geholt. „Das war ein Tag, wie man sich ihn schöner nicht ausmalen kann. Ich hatte in der Qualifikation Bestzeit und habe jeden Finallauf gewonnen“, jubelt Mathies.

Der alles entscheidende letzte Lauf gegen Zan Kosir ist an Dramatik kaum mehr zu überbieten. Mathies geht mit 0,62 Sekunden Vorsprung in den Lauf und führt bis in den Zielhang. Dann unterläuft ihm ein Fehler. „Ich wusste, dass mir Zan im Nacken hängt und dachte, das war’s.“ Doch einen Augenblick später macht auch Kosir einen Fehler und fährt in ein Tor. „Den Torfehler von Zan habe ich gar nicht mitbekommen“, erläutert Mathies. „Aber als er die letzten drei Tore ausgelassen hat, war mir klar, dass da was gewesen sein muss und dass ich gewonnen habe. Das alles ist so geil, unfassbar.“

Locker nach Sotschi

So wirklich Zeit über seinen Sieg nachzudenken hatte der Montafoner noch nicht. Nach dem Rennen musste er zur Dopingkontrolle. Dann hieß es schon Sachen packen und die Heimreise antreten – was Mathies nicht stört. „Ach, der ruhige Moment kommt schon noch. Dafür gibt’s ja den Sonntag“, spricht der frischgebackene Weltcupsieger, der mit seinem Sieg auch die Führung im Para­llel-Weltcup übernommen hat. Was der Lohn für seine bisher überragende Saison ist. In den bisherigen Saisonrennen belegte er zweimal Platz drei, sowie Platz fünf und Platz neun. Jetzt also der Sieg. In drei Wochen beginnen die Olympischen Spiele, es könnte also keinen besseren Zeitpunkt für eine Top-Form geben. „Das stimmt – wobei der Zeitpunkt nur dann wirklich ideal ist, wenn die Top-Form auch noch bis Sotschi hält.“

So verrückt es auch klingen mag: Mathies fährt als ernsthafter Medaillenkandidat zu den Spielen und ist zweifelsohne Österreichs heißestes Eisen im Alpin Snowboard. „Ich freue mich natürlich schon sehr auf Sotschi und mir ist auch bewusst, dass ich dort was holen kann. Das Selbstvertrauen passt schon mal. Aber man kann nichts erzwingen. Ich werde versuchen, alles so locker wie möglich zu nehmen und mir keinen Druck machen.“

Schairer schickte SMS

Der beste Freund von Lukas Mathies ist übrigens Markus Schairer, der sich das Rennen zusammen mit Izzi Hämmerle angeschaut hat und bis vor Kurzem der Nachbar von Mathies war. Schairer jubelt: „Ich freue mich so unfassbar für Lukas. Wir gönnen uns gegenseitig den Erfolg. Ich habe ihm, noch bevor er über die Ziellinie gefahren ist, eine SMS geschrieben.“ Darauf angesprochen sagt der Premieren-Weltcup-Sieger lässig: „Ah, dann hat wegen ihm das Handy geläutet. Tut mir leid Markus, ich konnte in dem Moment deine SMS aber nicht gleich lesen und antworten. Ich hatte noch was zu erledigen.“ Doch Spaß beiseite: Auch Markus Schairer traut seinem Kumpel sehr viel in Sotschi zu: „Er kann dort definitiv was holen.“

Und auch Vorarlbergs Vorzeige-Snowboarderin Susi Moll freut sich mit Mathies: „Einfach voll genial, dass er das Rennen gewonnen hat. Das hast du gut gemacht Lukas! Meine allerherzlichsten Glückwünsche!“ Das nächste und zugleich letzte Weltcup­rennen vor Sotschi soll am 1. Februar in Sudelfeld, Deutschland, stattfinden. Die Organisatoren kämpfen jedoch mit Schneemangel. Dann geht’s auf nach Sotschi. Und dort kann alles passieren. Alles.

Parallel-Rtl in Rogla:

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