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Hirscher bereit für den Rummel

Miachel Schuen, Wengen

Ein klein wenig hatte Marcel Hirscher vielleicht selbst nach der Halbzeitführung damit gerechnet, dass auch er in Wengen auf der Tafel der Sieger bald einen Platz haben würde. Aber sein Vorsprung schmolz im zweiten Lauf wie der Schnee in der Sonne, ein Steher vor dem letzten Flachstück machte die Hoffnung auf den Sieg endgültig zunichte. Rang drei war es am Ende, damit geht Hirscher als Zweiter im Gesamtweltcup hinter Aksel Svindal ins Kitzbühel-Wochenende. Und dennoch: „Ich bin superhappy, dass ich am Podium stehen darf – auch wenn klar ist: Der zweite Lauf war nichts. Ich habe riskiert, weil ich nur so die Chance gehabt hätte, mitzuhalten“, sagte Hirscher nach Podestplatz 54 in seiner Karriere. Das Risiko war nötig, weil Alexis Pinturault auf den weichen Pisten einen Traumlauf hingelegt hatte. 1,6 Sekunden verlor Hirscher in Lauf zwei auf diese Zeit und der 24-Jährige meinte anerkennend: „Dieser Lauf war einer der allerbesten in der Top-100-Liste!“

So gut, dass der Franzose damit noch vom siebten Platz bis an die Spitze fuhr – auch Mario Matt hatte sich an dieser Zeit die Zähne ausgebissen und war mit Rang vier so ganz und gar nicht zufrieden. „Ich hatte oben schon einen Fehler, im Steilen dann auch noch die Ski überkreuzt. Und dann habe ich komplett den Rhythmus verloren. Und deswegen kann ich mit dem vierten Platz nicht zufrieden sein, weil ich mehr drauf habe.“

Warten auf die Kälte

Generell sehnen sich die Skifahrer aber endlich wieder nach besseren Bedingungen und mehr Kälte. „Das“, sagte Hirscher, „was wir im Moment haben, ist sicher nicht das geile Skifahren, das wir uns alle wünschen.“ Und das warme Wetter war auch der Grund, warum Hirscher noch zögert, seinen Start in der Super-Kombination zu fixieren. „Ich will unbedingt fahren, aber es ist eine Frage der Bedingungen. Wenn das Risiko zu groß ist, dann fahre ich nicht. Weh tun will ich mir nicht!“ Was er will: „Wenn es mir gelingt, im Super-G in den Top 30 zu bleiben, dann habe ich eine Chance, dem unantastbaren Aksel Svindal im Weltcup Punkte wegzunehmen.“ Dem Kitzbühel-Rummel sieht er diesmal gelassen entgegen. „Ich freu’ mich sogar voll drauf“, sagt er.

Und in Kitzbühel kämpft man weiter um den Hausberg. Aber auch am Sonntag war es warm, Besserung ist kaum in Sicht.

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