Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Ohrfeige für den Dornbirn EC

Unbegreiflich schwache Dornbirner konnten beherzt kämpfenden Grazern nichts entgegensetzen und kassierten zu Hause eine 1:4-Klatsche.

PATRICK O. MAIER

Das war nichts! Mit hängenden Köpfen verließen die Dornbirner Eishockeycracks gestern nach 60 Minuten das Eisfeld in der Messehalle. Den so heimstarken Bulldogs wurde zuvor ordentlich der Marsch geblasen und aufgezeigt, wie es geht. Und dass gerade von den Grazern, die seit sechs Runden nicht mehr siegen konnten. Im Kampf um einen Play-off-Platz hatte man die Steirer eigentlich schon fast abgeschrieben – nun dürfen auch sie wieder hoffen. Dornbirn hat wieder einen Gegner mehr und das komplette Feld rückt näher zusammen.

Bissig ging es am Freitag von Beginn an zur Sache im Messestadion. Allerdings waren es – nicht wie gewohnt – die Hausherren, sondern die 99ers, die wahrlich ums Überleben kämpften und das Spiel diktierten. Zwar kamen die Messestädter in den ersten sechs Minuten bei mehreren Kontern durch Niki Petrik, Patrick Jarrett und Matt Plante zu Torchancen, aber tonangebend waren ganz klar die Gäste. Dass es nach zehn Minuten dank des Vorarlbergers Manuel Ganahl 0:1 stand, war nur die logische Konsequenz.

Ein Unglück kommt selten allein. Die Bulldogs vertendeln im Überzahl fahrlässig die Scheibe, Martin Oraze kann den durchbrechenden Steirer nur per Notbremse stoppen. Den fälligen Penalty verwertete Greg Day sicher.

Die Dornbirner gingen mit mehr Biss in den zweiten Abschnitt, nachdem Chris D‘Alvise vor der Pause im Powerplay noch auf 1:2 verkürzen konnten. Aber gegen die tapfer kämpfenden Gäste war auch das zu wenig. Die Steirer eroberten reihenweise Pucks im Dornbirner Drittel und zeigten den Bulldogs ihre eklatanten Schwächen im Zweikampf schonungslos auf. Und wenn‘s dicke kommt, dann richtig: Doppelschlag innert 44 Sekunden. Zuerst machte DEC-Tormann Adam Dennis ein Geschenk und Sekunden später war die Dornbirner Abwehr noch in Trauerbewältigung.

Zwar hofften die 3500 Zuschauer auf ein erneutes Wunder gegen Graz, aber anders als beim 1:5-Rückstand, den die Bulldogs noch in einen 8:6-Sieg drehen konnten, ging dieses Mal nicht der nötige Ruck durch die Dornbirner Mannschaft. Eigentlich unbegreiflich, denn der DEC präsentierte sich in den vergangenen Wochen daheim bärenstark. Nun heißt es, das Spiel so schnell wie möglich zu vergessen und sich auf die anstehenden Begegnungen zu konzentrieren. Die Play-off Chance lebt. Trotz des gestrigen Tiefschlags.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.