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Ein Ort voll schöner Erinnerungen

In Schladming feierte Marcel Hirscher seine größten Erfolge. Und in Schladming will er heute seinen dritten Sieg einfahren.

Michael Schuen

Wer dabei war, erinnert sich. An jenen Moment, in dem bei der Ski-WM in Schladming im Vorjahr alle Dämme brachen, jenen Moment, in dem Marcel Hirscher zu Gold im Slalom gerast war – und damit die Ski-Nation in kollektiven Freudentaumel versetzt hatte. Nur er selbst, er denkt weit seltener daran, als man meint. Denn Hirscher lebt nicht in der Vergangenheit.

Und in der Gegenwart ist er nur bedingt zufrieden. „Ich merke vom Gefühl her, dass ich nicht auf demselben Level bin wie im Vorjahr. Ja, ich kann den Speed gehen. Aber ein Blick reicht ja: Im Vorjahr habe im Slalom keine Fehler gemacht, heuer waren es schon zwei. Also ist da ein Unterschied.“ Auch wenn das der einzige Grund ist, der die Aussicht auf Schladming trübt. Jenen Ort, an dem er seine bisher größten Erfolge feierte: den ersten Sieg im Gesamtweltcup 2012. Und im Vorjahr dann eben WM-Gold, gleich im Doppelpack.

Den Grant rausfahren

„Wenn ich nach Schladming komme, dann geht mir sowieso das Herz auf“, schwärmt Hirscher auch – um sofort zu relativieren.

An seinen Ausfall im Kitzbühel-Slalom zu erinnern, der schmerzte. „Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich so was das letzte Mal so gespürt habe. In der Brust“, sagte er. Und erklärt seinen Grant, den er öffentlich zur Schau gestellt hatte. „Ich muss davon ausgehen, dass ich meinen Speed im Slalom nicht ewig halten kann. Und wenn man dann einen sehr guten Lauf fährt und noch einen halben dazu, dann muss man diese Chance nutzen. Es nicht getan zu haben, war eine ordentliche Tetsch’n. Die habe ich am Samstag auch noch gespürt.“

Was hilft: Einzig die Slalom-Ski anzuschnallen „und so richtig brutal durch die Tore zu fetzen, sich Selbstvertrauen zu holen“, sagt der 24-Jährige. Um heute in Schladming wieder in Top-Form zu sein. Wenn der Winter mitspielt. Die größte Sorge: „Im Vorjahr war es halt ein bisschen kälter. Die Pisten waren zwar auch unruhig, aber nicht so ramponiert. So, wie es jetzt ist, bin ich mit meinem Fahrstil besonders gefährdet.“

Das Duell

Im heutigen Nachtslalom (17.45 bzw. 20.45 Uhr, live ORF eins) will Hirscher wieder voll angreifen, „noch mehr Risiko gehen“. Immerhin wartet mit Felix Neureuther ein Gegner zumindest auf Augenhöhe – und der will Revanche für 2013, wo er hinter Hirscher WM-Silber holte.

„Aber das Schöne ist“, sagt Hirscher gelassen, „dass es mir nicht weh tut, wenn Felix gewinnt. Weil den Sieg neide ich keinem!“

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