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Lukas, hol dir die Kugeln! GEPA

Der St. Gallenkirchner Lukas Mathies kämpft am Sonntag in Sudelfeld beim letzten Saisonrennen im Snowboard-Parallel-Weltcup um zwei Weltcupkugeln. Dabei hat er alles in der eigenen Hand.

Hannes Mayer

Lukas Mathies kann am Sonntag Geschichte schreiben. Er kann sich als zweiter Vorarl­berger nach Markus Schairer den Gesamtweltcup in einer Snowboard-Sportart holen. Der 22-jährige Montafoner liegt vor dem letzten Rennen 90 Punkte in der Gesamtwertung vor dem Slowenen Zan Kosir. „Ich bin zum ersten Mal in dieser Situation“, gibt Mathies zu Bedenken. „Wenn es klappt, freue ich mich, wenn nicht, bricht auch keine Welt zusammen. Ich bin noch jung.“ Nach einigen Sekunden Pause fügt er aber an: „Natürlich will ich die Chance nützen. Aber ich muss ein verdammt starkes Rennen fahren, um die Kugel zu holen.“

Stimmt. Denn seine 90 Punkte Vorsprung klingen nach mehr, als sie in Wirklichkeit sind. Für den Sieg gibt’s 1000 Punkte, für Platz zwei nur 800 Punkte. Was bedeutet: Gewinnt Kosir den Parallelriesentorlauf am Sonntag, nützt Mathies selbst ein zweiter Rang nichts. Dennoch muss der Vorarlberger nicht zwingend besser klassiert sein, als der Slowene. Schafft es Kosir nicht aufs Podest, reicht Mathies der fünfte Platz. Wird Kosir Fünfter und Mathies Siebter, wären beide punktegleich – und doch ginge die Kugel an Mathies, da der im Gegensatz zu Kosir ein Saisonrennen gewonnen hat.

Mathies rechnet nicht

Ganz einfach ist dagegen die Rechnung in der Riesentorlauf-Spezialwertung. Da liegen Mathies und Kosir punktegleich an der Spitze. Wer also von den beiden am Sonntag besser klassiert ist, holt sich die Disziplinenwertung. All diese Rechenspiele kosten Mathies ein müdes Lächeln: „Ich bin nicht so der Rechner. Ich weiß nur, dass zum Schluss abgerechnet wird.“ Mathies und das österreichische Parallel-Weltcup-Team sind am Freitag von der Flachau nach Sudelfeld angereist. Schnee gibt’s in dem bayrischen Wintersportort genug, die Temperaturen sind mild. Und wie geht der 22-Jährige das Wochenende, das heute mit den Qualifikationsläufen beginnt,­ an? „Ich versuche, so locker wie nur irgendwie möglich zu bleiben. Ich werde auch am Ablauf nichts ändern, das wäre auch das Dümmste, was ich machen könnte. Es funktioniert ja.“ Mathies lacht verschmitzt und schickt hinterher: „Das ist ein neues Rennen, mit einem anderen Hang und anderen Schneeverhältnissen als in Rogla, wo ich gewonnen habe. Es beginnt alles bei null. Aber natürlich wäre es stark, wenn ich ein, zwei Kugeln aus Sudelfeld mitbringen könnte.“

Gelingt ihm das, würde er in die Vorarlberger Sportgeschichte eingehen. Und es wäre der perfekte Schub in Sachen Selbstvertrauen für Sotschi – um dort das nächste Kapitel Sportgeschichte zu schreiben.

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