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Morgenstern ist Sotschi ein paar Sprünge näher

Nur 21 Tage nach seinem Sturz am Kulm absolvierte Thomas Morgenstern wieder die ersten Sprünge und verkündete: „Ich bin sehr zufrieden und werde in Sotschi mein Bestes geben.“

Was schon länger klar war, ist nun fix. Martin Schmitt, der mit seinen erfolgreichen Auftritten zum Jahrtausendwechsel kreischende Teenager und Transparente à la „Martin, ich will ein Kind von dir!“ in den Skisprungstadien salonfähig machte, hat in Willingen seine Karriere beendet. Quasi zur selben Stunde, nur rund 530 Kilometer entfernt, hob unterdessen Thomas Morgenstern in seine zweite Karriere ab.

Rückkehr in Oberstdorf

Im allgäuischen Oberstdorf absolvierte der Kärntner nur 21 Tage nach seinem fürchterlichen Sturz am Kulm unter der Aufsicht seines Spartentrainers Heinz Kuttin auf der Normalschanze schon wieder seine ersten Geh- bzw. Sprungversuche. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass der Olympiasieger doch gerade erst mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und einer Lungenquetschung im kritischen Zustand auf der Intensivstation lag.

Doch so besorgt die Ärzte in dieser Phase auch über den Gesundheitszustand des 27-Jährigen waren, so überrascht zeigten sie sich nur wenig später über den schnellen Heilungsprozess. Und obwohl Österreichs zweifacher „Sportler des Jahres“ noch Gedächtnislücken, Kopfschmerzen und schwere Prellungen zu schaffen machten, arbeitete der Weitenjäger in der Klagenfurter Privatklinik „Maria Hilf“ schon wieder an seinem Comeback. Mit einem großen Ziel vor Augen: „Ich will zu Olympia.“

Diesem Traum ist Morgenstern nun in Oberstdorf einen entscheidenden Sprung nähergekommen. Wie sich die Rückkehr an die Schanze anfühlte? „Zugegeben, die Anspannung war beim ersten Sprung schon groß. Ich habe noch nie so lang am Balken gewartet, nachdem Heinz das Freizeichen gegeben hat. Natürlich sind mir viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Aber kaum war ich in der Spur, habe ich ein vertrautes Gefühl gespürt. Nach der Landung ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen. Ich bin sehr dankbar für diesen Tag“, erklärte das Stehaufmännchen via Presseaussendung. Und die erfreuliche Erkenntnis: „Ich fühle mich bereit und werde in Sotschi mein Bestes geben.“

Auf dem weiteren Fahrplan des Kärntners stehen heute noch weitere Sprungeinheiten. Am Montag geht‘s nochmals nach Klagenfurt zu Training und Therapie und „am Dienstag sitze ich dann schon im Flieger Richtung Sotschi“. Und damit ist Morgensterns Märchen um ein weiteres Kapitel reicher. Alexander Tagger

Chronologie

Am 15. Dezember 2013, nur einen Tag, nachdem Thomas Morgenstern mit seinem Sieg in Titisee-Neustadt eine fast zweijährige Durststrecke beendet hat, kommt der Kärntner auf der selben Schanze zu Fall: Prellungen, Blutergüsse, ein Bruch des linken kleinen Fingers und Abschürfungen im Gesicht waren die Folge.

Am 10. Jänner 2014 stürzte Morgenstern am Kulm auf Rücken und Kopf. Schwere Kopfverletzungen wurden diagnostiziert. Er lag 72 Stunden auf der Intensivstation.

Am 31. Jänner 2014 absolvierte er den ersten Trainingssprung.

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