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Heute geht’s um die „Big Points“

Tabellenführer Altach empfängt heute zum Auftakt der Rückrunde Verfolger Kapfenberg (20.30 Uhr). Es geht um viel, aber noch nicht um alles.

Emanuel Walser

Genug geschrieben, genug gelabert – ab heute ist die Wahrheit wieder auf dem Platz zu suchen. Nach 90 Tagen auf Entzug hat die Leidenszeit der Fans also endlich ein Ende.

Zum Auftakt einer gerade für die Altacher richtungsweisenden Rückrunde wird den heimischen Fußballfreunden ein Galamenü gereicht: Altach gegen Kapfenberg, Erster gegen Zweiter – mehr Spitzenspiel geht einfach nicht.

Klar ist aber auch: Unabhängig vom Ausgang der Partie, eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf fällt heute mit Sicherheit keine. Wichtige „Big-Points“ werden aber dennoch verteilt. Erarbeiten sich die Altacher ein komfortables Acht-Punkte-Polster oder rücken die zweitplatzierten Kapfenberger auf Schlagdistanz? Wegweisend ist das Top-Spiel also allemal.

Dass das Gipfeltreffern gleich am ersten Spieltag ansteht, ist für Rheindörfler wie Oststeirer kein Grund zur Klage. In Altach prallen solche Nebensächlichkeiten ohnehin an der breiten Brust ab und Kapfenberg-Trainer Kurt Russ hat seine eigene Theorie zur Causa entwickelt: „Für uns ist es besser, auswärts anzutreten. Da fünf Stammspieler verletzt sind, wäre es in einem Heimspiel gegen Altach extrem schwer geworden.“ Das hat er wirklich so gesagt. Was er damit genau meint, darüber können nur Vermutungen angestellt werden. Möglicherweise spielt Russ auf die Konterstärke der Kapfenberger an. Um diese weiß man freilich auch in Altach. Innenverteidiger Benedikt Zech kennt das Antiserum: „Bei Ballverlust müssen wir sofort unser Gegenpressing starten. Gefährlich wird’s nur dann, wenn die Kapfenberger gezielt nach vorne spielen können.“ Allzu viele Freiheiten wollen die Altacher den Gästen aber nicht gewähren. Geht’s nach Trainer Canadi, soll sein Team noch offensiver, noch druckvoller und noch aggressiver als im Herbst auftreten.

KSV ersatzgeschwächt

Rückblickend auf die bisherigen Saisonspiele gegen den KSV (1:0, 0:3), warnt er allerdings vor allzu vermessenen Erwartungen: „Wir müssen uns sehr wohl bewusst sein, dass wir auf eine absolute Spitzenmannschaft treffen.“ An seiner Einschätzung ändert auch der Umstand nichts, dass die Steirer mit Ronivaldo, Philipp Wendler, Ralph Spirk, Marco Köfler und Thomas Schönberger fünf Stammkräfte vorgeben müssen: „Gerade in der Offensive haben sie mit Klemen Lavric, Ivan Lendric und Ibrahim Bingöl noch genügend Top-Spieler in der Hinterhand.“ Freilich geht auch er davon aus, dass sich die personell gerupften oststeirischen Falken nicht allzu forsch am Spielgeschehen beteiligen werden.

Während Russ sich ob der Verletzungen keine allzu gro­ßen Gedanken um die Startelf machen musste, hat Canadi das Luxusproblem der „Qual der Wahl“. In der Vorbereitung hat sich annähernd der gesamte Kader für einen Platz in der Stammelf empfohlen, zudem blieb man von großen Verletzungsproblemen verschont. Mit Andreas Lienhart fällt nur ein nomineller Stammspieler aus. Canadi hat sich schon festgelegt, wer ihn auf der rechten Abwehrseite ersetzen soll: Neuerwerbung Sasa Pantic darf sich über sein Debüt in der Startelf freuen. Von Beginn weg auflaufen wird auch Lukas Jäger. Der junge Alberschwender ist wohl das beste Beispiel dafür, dass man sich auch im Windschatten der ersten Elf weiterentwickeln kann. Befand ihn Canadi im Sommer für die Position des Innenverteidigers als noch ein wenig zu grün hinter den Ohren, wird er gegen Kapfenberg just diese Aufgabe meistern dürfen.

Übrigens: Damit die nach Fußball gierenden Fans nicht allzu lange vor verschlossenen Stadiontoren frieren müssen, werden diese heute schon um 18.30 Uhr geöffnet (Eingang Ostseite).

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