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„In der HLA ist Filip der Beste“

Nicht erst seit seinen neun Toren beim 37:28 in Margareten ist Bregenz’ Sportlicher Leiter Roland Frühstück vom Potenzial von Filip Gavranovic überzeugt. Heute (19 Uhr) Heimspiel gegen Krems.

CHRISTIAN HÖPPERGER

Seit dieser Saison geht der Kroate Filip Gavranovic für Österreichs Handball-Rekordmeister Bregenz HB auf Torejagd. Beim überraschenden 37:28-Sieg am vergangenen Samstag in Margareten überzeugte der 22-Jährige mit neun Treffern.

Doch nicht immer macht der „Heißsporn“ mit sportlichen Schlagzeilen von sich reden – auch emotionale Überreaktionen zählen zum Repertoire des Kreisläufers, der dafür gerne mal von den Unparteiischen ausgeschlossen wird. Ein Umstand, der Roland Frühstück, Sportlicher Leiter von Bregenz HB, aus zweierlei Hinsicht nicht gefällt: „Solche Disziplinlosigkeiten mag ich gar nicht, weil es dem Ansehen des Vereins schadet. Aber andererseits sehe ich auch, dass er es bei den Schiedsrichtern nicht leicht hat. Die haben ihn ein bisschen auf ihrer Liste.“

Spielerisch sehr entwickelt

Gleichzeitig betont Frühstück, dass „für mich Filip vom Potenzial her der beste Spieler in Österreich ist. Er kann vorne wie hinten eingesetzt werden und ist für sein Alter spielerisch sehr weit. Natürlich macht ihm sein Ehrgeiz manchmal einen Strich durch die Rechnung. Er will halt immer gewinnen und kann mit Kritik noch schlecht umgehen.“ Daher habe man ihm schon „die verbale Rute ins Fenster gestellt“. Problematisch sieht Frühstück, dass „die Kommunikation mit ihm trotz intensivem Deutschunterricht noch schwierig“ ist. Das sollte sich in nächster Zeit – ganz im Interesse des Spielers – schleunigst ändern, denn neben zwei französischen Klubs seien auch zwei deutsche am Kroaten interessiert.

Abgang nur „vergoldet“

Grundsätzlich hat Gavranovic mit Bregenz einen Vertrag bis 2015, einen vorzeitigen Wechsel will Frühstück aber nicht ausschließen: „Wenn ihn ein anderer Verein haben will, muss uns der natürlich den Abgang vergolden.“

Bregenz-Geschäftsführer Thomas Berger schätzt Filip „als tollen und spannenden Typ. Er hat unglaublich viel Energie, die er immer besser lernt zu kanalisieren“. Noch gleichen die Leistungen einer Achterbahnfahrt, Dreh- und Angelpunkt hier, Totalausfall dort. „Im Derby hat er sehr unglücklich agiert, gegen West Wien schon sehr gut und letzte Woche gegen die Fivers überragend. Er ist einer, der Spiele entscheiden kann“, ist Berger vom Potenzial seines Spielers beeindruckt. Für das heutige Duell mit Krems hofft Berger auf „das dritte gute Spiel in Folge von ihm, denn wir wollen unbedingt die nächsten Punkte holen“. Eine machbare Aufgabe, denn Krems liegt derzeit am Ende des Oberen Play-offs, hat allerdings in drei Spielen bereits drei Punkte geholt, während die Bodenseestädter nach Niederlagen gegen Hard und West Wien erst gegen Margareten ein Erfolgserlebnis verbuchen konnten.

Personell stehen Coach Geir Sveinsson alle Akteure zur Verfügung, wobei Marian Klopcic und Lucas Mayer nach ihren Verletzungen „noch nicht voll fit“ sind. Wie wichtig – fürs gesamte Team, aber speziell für Gavranovic – die Rückkehr von Mayer ist, zeigte sich letzte Woche: der Linkshänder erzielte selbst fünf Tore und unterstrich mit fünf Zuspielen an seinen Kreisläufer die Bedeutung der Achse Mayer – Gavranovic.

Hard in Wien

Zum Abschluss der Play-off-Hinrunde kommt es in der Südstadt zum Spitzenspiel der Runde. Tabellenführer Alpla HC Hard gastiert beim Zweiten West Wien und könnte mit dem angestrebten Sieg den Abstand auf die Verfolger auf sechs Punkte ausbauen. Nach einer Woche „Zwangspause“ (immer ein Team ist spielfrei) stehen nun für den Meister drei Spiele in zehn Tagen an: heute in Wien, in einer Woche in Krems und am 11. März (18 Uhr) zuhause gegen das Team Austria 94. Gegen West Wien kann Trainer Markus Burger sein stärkstes Team aufbieten – und das ist gut so, denn nach der deutlichen 22:33-Niederlage im ersten Saisontreffen haben die „Roten Teufel“ mit Wilczynski & Co. noch eine Rechnung offen.

ZUR PERSON

Oberes Play-off, heute:

Bregenz Handball – UHK Krems

Handballarena Rieden-Vorkloster, 19 Uhr, SR Hurich/Bolic

SG West Wien – Alpla HC Hard

Südstadt, 19 Uhr, SR Lajko/Seidler.

Tabelle

1. Hard 3 3 0 0 90:75 21

2. West Wien 3 1 2 0 91:88 17

3. Bregenz 3 1 0 2 88:86 15

4. Margareten 4 0 1 3 106:123 15

5. Krems 3 1 1 1 77:80 13

6. Team AUT 94 0 0 0 0 0:0 0

Nächste Runde, Samstag, 8. März: Krems – Hard, West Wien – Margareten (beide 19 Uhr)

Unteres Play-off, heute:

Schwaz – Leoben (18 Uhr), Bärnbach/Köflach – Ferlach (19 Uhr)

Tabelle: 1. Schwaz (4 Spiele/15 Punkte), 2. Linz (4/10), 3. Leoben (4/10), 4. Ferlach (3/7), 5. Team AUT 94 (4/5), 6. Bärnbach/Köflach (4/5)

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