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Ein Feuerwerk zur Meisterfeier

Altach besiegte nach einer überzeugenden Leistung Parndorf mit 4:1. Aigner traf doppelt.

EMAnuel walser

Standing Ovations durften sich Altach-Trainer Damir Canadi und seine Spieler schon vor dem Anpfiff abholen. Im ersten Heimspiel nach dem fixierten Aufstieg war die Stimmung im Altacher Schnabelholz auch durch den wolkenverhangenen Himmel und zeitweiligen Starkregen nicht zu trüben. Die Fans waren sichtlich in Feierlaune, und auch wenn die Meister-T-Shirts nicht zum Regenschutz taugten, so waren sie doch zur Halbzeit bereits ausverkauft.

Passend zur gelösten Atmosphäre im Stadion, spielten die Rheindörfler von der ersten Minute an auf. Dem Spielbericht war zwar zu entnehmen, dass Trainer Canadi etlichen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance gab, aus der Performance auf dem Feld war dies jedenfalls nicht abzuleiten. Nicht nur, dass der Ballbesitz an der 90-Prozent-Marke gekratzt haben dürfte, darüber hinaus ließen Netzer und Co. das Spielgerät höchst gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren. Als folgerichtige Konsequenz der Dominanz blieben Chancen nicht aus. Und wenn’s darum geht, das Runde ins Eckige zu drücken, kann ein Hannes Aigner naturgemäß nicht weit sein. Erst versuchte der Tiroler mit zwei Flugeinlagen vergeblich, sein imposantes Torkonto aufzupolieren, um nur wenig später als Vorlagengeber zu brillieren: Felix Roth marschierte mit dem Ball Richtung Strafraum, spielte auf Aigner, der die Einladung zum Doppelpass annahm und dem Deutschen das Leder mustergültig in den Raum lupfte. Roth ließ sich denn auch nicht lange bitten und schloss volley zur Führung „Marke Traumtor“ ab. Applaus verdiente sich nur Minuten später Altach-Keeper Sebastian Brandner, der erstmals seit vier Jahren das Gehäuse von Beginn weg hüten durfte: Erst wehrte er einen Distanzschuss der Gäste aus dem Land der Burgen ab, um Sekundenbruchteile später den Abpraller von der Linie zu kratzen. Damit war’s aber um die Parndorfer Offensivherrlichkeit geschehen, die restliche Spieldauer fiel unter die Kategorie „Machtdemonstration eines Aufsteigers“.

Daran konnte auch Schiedsrichter Andreas Feichtinger nichts ändern, der seinem Berufsstand nur bescheidene Ehre machte. So wurde Aigner beispielsweise in der 38. Spielminute regelwidrig von den Beinen geholt – für 3256 Zuschauer ein klarer Fall von Foulspiel, für den Referee eine gelbwürdige Schwalbe. Eine Fehlentscheidung mit Nachhall: In der Halbzeitpause wies Canadi den Schiedsrichter in (vermutlich) warmen Worten auf seinen Fehler hin und fand sich dafür in Hälfte zwei auf der Tribüne wieder.

Drei Tore in neun Minute

Von dort hatte er einen ausgezeichneten Blick auf das Feuerwerk, welches sein Team nun abbrannte. Auch ohne Roth, der verletzungsbedingt in der Kabine beiben musste, erspielten sich die Rheindörfler nicht nur Chance um Chance, sondern erzielten auch Tor um Tor. Binnen neun Minuten stellten Patrick Seeger (61.) und Hannes Aigner (67., 70.) auf 4:0 und verwandelten das Schnabelholz endgültig in ein Tollhaus.

Dass Parndorf kurz vor Schluss noch den Ehrentreffer erzielte, verkam im Freudentaumel nur zur Randnotiz. Und so endete das Spiel so, wie es begann: mit Standing Ovations für den Meister.

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