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Bullen mit Teller, Tiroler im Keller

Entscheidungen hier, vertagte Entscheidungen dort: Rapid ist Vize-Meister. Innsbruck steht als Absteiger fest. Zu haben ist noch ein Europacup-Platz, um den Austria Wien und Grödig kämpfen. Meis-ter Salzburg jagt auch noch zwei Rekorde.

Die Salzburger haben noch einmal für einen perfekten „Feiertag“ gesorgt. Bevor sie ihren Meisterteller, ohnehin schon acht Runden vor Schluss fixiert, in die Hände gedrückt bekamen, demonstrierten sie abermals ihre ganze Stärke, besiegten Ried mit 4:0 (3:0) und feierten danach vor den Augen von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz so richtig ausgelassen. Mag auch etwas Wehmut dabei gewesen sein, nachdem bereits vor dem Match Florian Klein, mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht, Marco Meilinger, Torhüter Eddy Gustafsson, der seine Karriere beendet, und Erfolgstrainer Roger Schmidt verabschiedet worden waren. Im Match war davon nichts zu merken.

Soriano mit seinem bereits 31. Saisontor, Ilsanker und Alan mit Treffer Nummer 26 machten schon nach etwas mehr als einer halben Stunde alles klar. Die mehr als 18.000 Zuschauer feierten bereits mit stehenden Ovationen. Dabei ist die Saison für Salzburg noch nicht ganz zu Ende. In der letzten Runde jagen die „Bullen“ am kommenden Sonntag noch den Bundesliga-Punkterekord von Austria Wien aus dem Vorjahr (82 Punkte) und die meisten Siege der Austria aus dem Jahr 1986 (26). Auch den neuen Trainer hat Sportdirektor Ralf Rangnick laut TV-Interview unmittelbar nach der „Teller-Party“ zumindest „bereits im Kopf“.

Innsbruck im Keller

Nichts zu feiern gibt’s hingegen in Innsbruck. Die Chance, dass die Tiroler vielleicht doch noch aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen, war ohnehin nur noch eine theoretische und ist mit der 0:2-Niederlage gegen die Hütteldorfer endgültig verpufft. Zumindest wenn es um die sportlichen Belange geht. Denn nach wie vor hoffen die Tiroler ja darauf, dass der Admira die Lizenz verweigert wird und die Südstädter damit zum Zwangsabstieg verdonnert werden würden.

Die Rapidler, die die
Innsbrucker auch bei deren 16. Gastspiel in Folge im St. Hanappi wieder ohne Auswärtssieg nach Hause geschickt haben, bejubelten unterdessen den Vize-Meistertitel. Vor dem Match waren mit dem gesperrten Christopher Trimmel, Branko Boskovic, Stephan Palla, Samuel Radlinger und Lukas Königshofer gleich fünf Rapid-Spieler verabschiedet worden. Ob es auch der Pflichtspielabschied aus dem Hanappi-Stadion war, wird sich Ende Mai oder Anfang Juni entscheiden. Dann soll feststehen, ob noch heuer mit dem Stadion-Neubau in Hütteldorf begonnen werden kann und Rekordmeister Rapid deshalb für seine Heimspiele in der kommenden Saison ins Happel-Stadion ausweichen muss.

Kampf um EC-Platz

Offen ist noch, welcher Verein sich den dritten Europacup-Platz sichern kann. Eine enttäuschend agierende Austria macht’s möglich – mit dem 2:1-Erfolg über die Wiener zog Grödig in der Tabelle mit den „Veilchen“ aus Favoriten gleich und wahrte damit die Chance auf einen Europacup-Platz. Nur dank der besseren Tordifferenz liegt die Austria vor der letzten Runde am kommenden Sonntag noch vor Grödig – die Wiener haben zum Abschluss noch das Heimspiel gegen Sturm, Grödig muss zu Fixabsteiger Innsbruck. Spannung ist bei der letzten Meisterschaftsentscheidung also garantiert.

Bangen um Lizenz

Erfreulich war für die Admiraner der 1:0-Erfolg über Wolfsberg allemal. Doch welchen Wert hat dieser Sieg? Prinzipiell haben die Niederösterreicher, bei denen Thorsten Schick das Goldtor erzielte (54.), das Abstiegsgespenst damit endgültig verscheucht. Das lästige Problem: Die Südstädter verfügen bis dato noch immer über keine gültige Lizenz für die nächs-te Saison. Die Spieler werden auch im letzten Meisterschaftsspiel alles geben, die Entscheidung fällt aber am grünen Tisch.

Verpatzte Generalprobe

Sturm Graz hat sich die Generalprobe für das Cup-Halbfinale gegen St. Pölten am Mittwoch wohl anders vorgestellt. Statt sich im letzten Heimspiel der Saison von den Fans mit einem Sieg zu verabschieden und gleichzeitig Selbstvertrauen für den Cup-Fight zu tanken, beendeten die Grazer die Unserie der Wiener Neustädter. Wiener Neustadt agierte effektiver und sicherte sich mit einem 2:1 verdient den Klassenerhalt.

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