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Der berührende Abschied von Giggs

In seinem 872. Ligaspiel für Manchester United wechselte sich Interims­trainer Ryan Giggs selbst ein. Dann hielt er eine emotionale Abschiedsrede.

V ersöhnlicher kann eine rabenschwarze Saison wie jene von Manchester United kaum enden. Der 3:1-Sieg gegen Hull City war nicht nur das letzte Heimspiel für den englischen Traditionsklub, der erstmals seit 19 Jahren die Champions League verpasste. Es war auch der große Abend von Ryan Giggs. Der Waliser, seit mehr als 20 Jahren im Verein, verfolgte die Partie wie zuletzt von der Seitenlinie aus. Nach der Entlassung des glücklosen David Moyes fungiert der 40-Jährige als Interimstrainer.

Selbst eingewechselt

Kurz vor Schluss folgte dann die Sensation: Giggs tauschte nämlich seinen feinen Zwirn gegen das rote Trikot und wechselte sich selbst ein. Nach den Toren von James Anthony Wilson (31. bzw. 61. Minute), der den verletzten Stürmer-Star Wayne Rooney ersetzte, bereitete er mit seinem Pass auf Robin van Persie das 3:1 (86.) vor.

Der 872. Ligaeinsatz war jedoch erst der Anfang der großen Giggs-Show an diesem Abend. Nach dem Schlusspfiff schnappte er sich das Stadionmikrofon, um sich von den Fans und seinem Klub zu verabschieden: „Zunächst möchte ich allen Spielern, Fans und dem Personal für ihren Einsatz in diesem Jahr danken“, sagte Giggs mit wackeliger Stimme. Immer wieder wurde er von Sprechchören der Fans unterbrochen, die ihrem Team die schlechten Ergebnisse offenbar verziehen haben. „Wir wissen, dass es ein hartes Jahr war“, sagte Giggs unter dem Jubel der Zuschauer: „Aber ich bin sicher, dass die nächsten Jahre mehr Erfolg bringen werden.“ Die große Frage lautet nun: Wer soll die Entwicklung des Teams in den nächsten Jahren verantworten? Giggs wäre selbst gerne Trainer geblieben, muss seinen Stuhl am Saisonende aber wohl räumen. Heißester Anwärter ist der derzeitige niederländische Teamchef Louis van Gaal.

Manchester, das mehr als 20 Jahre lang nie einen Trainer entlassen musste, war in diesem Jahr in schwere Turbulenzen geraten. Trotz einer hochkarätigen Mannschaft konnte Moyes das Erbe des großen Ex-Trainers Sir Alex Ferguson nie richtig fortführen. Als derzeitiger Tabellen-Siebenter droht Manchester United sogar die Qualifikation für die Europa League zu verpassen.

Sanktionen für ManCity

Sorgen anderer Art hat derzeit Lokalrivale Manchester City, das die empfindlichen UEFA-Strafen für Verstöße gegen das Financial Fair-Play englischen Medienberichten zufolge nicht hinnehmen will. Der englische Spitzenklub sei bisher weit entfernt von einer Einigung mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) über das endgültige Ausmaß der Sanktionen. Manchester City soll etwa 60 Millionen Euro Strafe zahlen. Hinzu kommen noch personelle Einschränkungen für die nächste Champions-League-Saison. Sollte der Tabellenzweite der englischen Premier League bis Freitag nicht auf das Kompromissangebot der UEFA eingehen, drohen vor dem zuständigen Schiedsgericht des europäischen Dachverbands noch härtere Strafen. Und dann folgt wohl ein lange andauernder Rechtsstreit.

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