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Gut vorbereitet ist halb gewonnen

Der HC Hard trifft heute im ersten HLA-Halbfinalspiel zu Hause auf Krems. Ein gefährlicher Gegner, der einer akribischen Vorbereitung bedarf.

MICHAEL PROCK

Wie gerne hätte Vorarlbergs Sportszene heute den Auftakt zur Halbfinalserie Hard gegen Bregenz gefeiert. Der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Bregenzer Unvermögen gepaart mit starken Kremsern verhinderten ein weiteres Ländle-Derby in dieser HLA-Saison. Das Viertelfinale ist Geschichte. Hards Gegner heute (19 Uhr) in der Sporthalle am See heißt verdienterweise UHK Krems. Ein gefährlicher Gegner, der im Laufe der Saison immer besser in Fahrt kam. Schnelle und laufstarke Spieler lassen jeden Kremser Konter zu einer gefürchteten Waffe werden. Da heißt es: gut vorbereitet sein. Alltag für Hard-Coach Markus Burger.

Gut vorbereitet ist halb gewonnen. Ein Motto, das schon einige Sportarten erreicht hat, Videoanalyse ist längst zum Alltag geworden. Auch im Handball. Ein von Dagur Sigurdsson entwickeltes System namens Sideline erleichtert die Aufgabe für Burger und Co. dabei ungemein.

Wichtiger Baustein

1 bis 1,5 Stunden pro Spiel wendet der Meistertrainer für die Videoanalyse auf. Zunächst wird das Material geschnitten – eine Abmachung unter den Vereinen stellt klar, dass jeder Trainer Zugriff auf jedes Spiel hat. In einer normalen Woche bekommen die Spieler am Donnerstag vor dem Training das Material zu Gesicht. Zunächst wird die Defensive trainiert, freitags dann Videomaterial mit anschließendem Training für die Offensivabteilung. Rund eine halbe Stunde – manchmal auch ein bisschen länger – sitzen die Spieler dann in der umfunktionierten Küche der Sporthalle am See, blicken auf den Beamer und lauschen den Worten ihres Chefs. Die Videoanalyse ist ein stetiger Begleiter und ein wichtiger Baustein auf und für den Weg zum Erfolg. „Speziell für mich. So bin ich gut vorbereitet und erlebe beim Spiel keine Überraschung“, erklärt Burger.

Das Videostudium habe den Trainerjob nicht einfacher, aber reizvoller gemacht, wie Burger schildert: „Es gibt keine Geheimnisse mehr. Ich bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, den Gegner zu überraschen.“ Auch Krems soll heute überrascht werden, wobei Burger klarstellt: „Natürlich versuchen wir, unser Spiel dem Gegner aufzudrücken.“

Der amtierende Meister geht als klarer Favorit in die Best-of-three-Halbfinalserie. „Wer Bregenz in zwei Spielen aus dem Bewerb wirft, kann es mit jedem aufnehmen“, warnt Burger allerdings. Zu Recht: Krems hat sich kräftig weiterentwickelt. Seit Ivica Belas das Ruder übernommen hat, läuft es rund. Geht es nach Burger, wird die Serie nicht nur auf dem Parkett, sondern auch in den Köpfen der Spieler entschieden: „Wir dürfen nicht vergessen, wir spielen Best-of-three. Das erste Duell spielt die Auswärtsmannschaft völlig ohne Druck. Nach einer möglichen Niederlage hat das Team zu Hause immer noch die Chance, auszugleichen.“ Ergo liege der Druck bei der Mannschaft mit Heimrecht.

Doch Druck sollte für die Spieler des HC Hard eine gewohnte Gemütslage sein, schließlich finden sich genug finalerprobte Spieler in den Reihen der „Roten Teufel“. Und dorthin soll die Reise auch in dieser Spielzeit wieder ­gehen.

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