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Exekutive hatte alles fest im Griff

Mit einem Großaufgebaut wartete gestern die Polizei im Reichshofstadion auf. Die vorbeugende Maßnahme war nötig und zeigte die erhoffte Wirkung.

Das Wichtigste vorweg: Beim gestrigen Derby verhielten sich die Fangruppen beider Lager verhältnismäßig ruhig. Bis auf den unnötigen weil verbotenen Einsatz von Phyrotechik und den üblichen verbalen wie visuellen Provokationen hielt sich während der Partie alles im Rahmen dessen, was hitzige Duelle eben so ausmacht.

Dabei deuteten im Vorfeld die Zeichen durchaus auf Sturm, zumal ein paar Lustenau-Fans vor der Partie eine wenig freundliche Grußbotschaft vor der Gästetribüne platziert hatten. Und so war Rainer Fitz von der Landespolizeidirektion nicht der einzige, dessen Bauchgefühl nichts Gutes verhieß: „Zwar kann ich nicht ausschließen, dass heute noch etwas passiert, aber ich hoffe natürlich auf einen friedlichen Fußballabend.“

Dass es letzlich ein solcher wurde, lag wohl nicht zuletzt am umsichtigen Einsatz der Exekutive: Eine Hundertschaft von Polizisten zeigte schon eine gute Stunde vor Matchbeginn Präsenz. Die Leistungsshow machte durchaus Sinn, galt es doch im Vorfeld die üblichen Verdächtigen, ergo die amtsbekannten Fußballrowdys, auszuforschen und aus der Sicherheitszone zu verweisen.

Gastfreundliche Austrianer

Deskalierend mag auch das gastfreundliche Verhalten des Heimvereins gewirkt haben: Erst standen die Spieler für den Aufsteiger Spalier, dann schnappte sich Austria-Präsident Hubert Nagel höchstselbst das Mikrofon, um den Rheindörflern zum Meistertitel zu gratulieren. „Als kleine Wegzehrung für den Weg nach oben“ gab‘s zudem noch eine Jausenplatte für den Lokalrivalen. Dem nicht genug, richtete der Austria-Zampano einen eindringlichen Appell an die eigenen Fans, sie mögen die Gäste aus dem Rheindorf doch bitteschön fair behandeln. „Schließlich“, so das nicht ganz uneigennützige Kalkül des ausgewiesenen Sparefrohs, „wollen wir das Geld nicht für Strafen, sondern für neue Spieler ausgeben.“

Nach Schlusspfiff drohte die Lage dann doch noch zu eskalieren: Einige sich wohl im Meisterrausch befindende Altach-Fans versuchten das Spielfeld zu stürmen – die einschüchternde Präsenz der Sondereinsatzkräfte hielt sie aber letztlich von diesem wenig geistreichen Ansinnen ab.

Fazit: Trotz einiger heikler Situationen hatte das Team um Einsatzleiter Martin Konzett die Lage immer im Griff.

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