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„Der Trainerwechsel überraschte viele“

Das österreichische Nationalteam schaffte vor wenigen Wochen den Aufstieg in die A-Gruppe. Mit dabei: Dornbirn-Spieler Niki Petrik. Er spricht über die aktuelle A-WM und seine Erlebnisse im Nationalteam.

Genießen Sie den Urlaub?

NIKI PETRIK: Ich habe eine Woche die Füße hochgelegt, jetzt bin ich wieder voll im Training. Vor kurzem war ich noch in Dornbirn, beim Zahnarzt. Ich habe beim letzten WM-Spiel gegen Slowenien zwei Zähne verloren. Montag mehrere Stunden, am Dienstag nochmals. Es gibt Angenehmeres.

Wie verbringt denn ein Eishockeyspieler den Sommer?

PETRIK: Mit Sommertraining. Ich probiere es diesen Sommer mit Crossfit, einer recht neuen Trainingsmethode. Aber mein Körper braucht auch Zeit, damit die Verletzungen verheilen.

Gleich mehrere?

PETRIK: Eben das mit den Zähnen. Außerdem hab ich mir im Play-off gegen Salzburg irgendwann ein Band in der Schulter gerissen.

Und wann kommen Sie wieder ins Ländle?

PETRIK: Ende Juli, wir gehen am 4. August aufs Eis. Aber ich werde davor schon spielen. Wir haben hier so eine kleine Kärntner Trainingsgruppe, mit den Raffls, Grabner und Co. Wir fahren jedes Jahr im Juli nach Bled, um ein paar Tage zu trainieren.

Scheint, dass Sie nie genug bekommen? Schauen Sie sich auch die A-WM an?

PETRIK: (lacht) Der Eindruck täuscht. Ich habe momentan tatsächlich genug vom Eishockey. Ich war jetzt acht Monate auf dem Eis, das reicht erst mal. Die Halbfinalspiele und das Finale werde ich mir schon ansehen, aber die Vorrunde interessiert mich jetzt nicht brennend.

Nächstes Jahr wahrscheinlich mehr, wenn Österreich dabei ist. Stolz, dass Sie im Aufstiegsteam waren?

PETRIK: Klar. Es gab im Vorfeld viele negative Kommentare, weil das Team verjüngt wurde. Den Pessimisten haben wir es gezeigt, das macht den Aufstieg noch schöner.

Wie war die Stimmung im Team? War der Vorfall von Sotschi noch ein Thema?

PETRIK: Nein, gar nicht. Die Stimmung war ausgezeichnet. Die Spieler, die schon länger dabei sind, meinten sogar, dass die Stimmung so gut war wie schon seit Jahren nicht mehr.

Trotzdem musste Trainer Viveiros gehen. Hat Sie diese Entscheidung überrascht?

PETRIK: Ich glaube, die kam für viele überraschend. Er war eigentlich sehr erfolgreich, hat die Mannschaft zu den Olympischen Spielen geführt und ist zwei Mal aufgestiegen.

Zwei Aufstiege bedeuten allerdings auch einen Abstieg. Ist Österreich eine klassische Fahrstuhlmannschaft?

PETRIK: (lacht) Scheint so. Jetzt wurde das Team verjüngt, und ich hoffe, dass wir mit dieser Mannschaft oben bleiben.

Sie haben mit dem Nationalteam allen Unkenrufen zum Trotz den Aufstieg geschafft, Sie sind mit Dornbirn zur Überraschung vieler ins Play-off gekommen. Eine tolle Saison, oder?

PETRIK: Und wie! So kann es gerne weitergehen.

In Dornbirn wird es wohl nicht einfacher, jetzt, wo der Topscorer weg ist.

PETRIK: Es war klar, dass Aquino früher oder später in eine höhere Liga wechselt, bei diesem Punkteschnit. Das hat mich nicht wirklich überrascht. Ich denke, dass unsere Verantwortlichen sehr wohl einen adäquaten Ersatz finden werden. Dann können wir nächste Saison wieder voll angreifen.

Wer wird Weltmeister?

PETRIK: Wie gesagt, so intensiv verfolge ich es nicht. Aber ich glaube, ein skandinavisches Team wird es schaffen.

Interview: MICHAEL PROCK

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